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	<title>StudentenPACK. &#187; Freizeit</title>
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	<description>Das Magazin der Studenten an der Uni Lübeck</description>
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		<title>Kneipencheck</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jul 2012 16:00:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>StudentenPACK</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Kneipen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Semesterferien nahen und wenn dann die Klausuren endlich mal vorbei sind, kann man sich auch wieder den schönen Dingen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Semesterferien nahen und wenn dann die Klausuren endlich mal vorbei sind, kann man sich auch wieder den schönen Dingen des Lebens widmen: Einem Tag am Strand oder einer Nacht in der Kneipe. Doch wer sich in Lübeck etwas genauer umsieht, wird feststellen, dass man sich hier nicht auf eine Kneipe pro Nacht beschränken muss. Die Redaktion empfiehlt, einfach mal einen ausgedehnten Kneipenbummel zu machen. Wir haben für euch Kneipen und Gaststätten &#8211; ohne Anspruch auf Vollständigkeit &#8211; besucht. Wer unseren Plan befolgt, muss im Süden der Altstadt beginnen und dann gegen den Uhrzeigersinn über die Insel wandern, um möglichst alle Etablissements mitnehmen zu können. Wir wünschen viel Erfolg, viel Vergnügen und: Geht Trinken!</p>
<h3><div class="media-credit-container aligncenter" style="width: 707px"><a href="http://www.studentenpack.uni-luebeck.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/07/LuebeckKneipen.jpg" rel="shadowbox[sbpost-36330];player=img;"><img class="size-large wp-image-36331" title="LuebeckKneipen" src="http://www.studentenpack.uni-luebeck.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/07/LuebeckKneipen-697x1024.jpg" alt="" width="697" height="1024" /></a><span class="media-credit">Kartenmaterial von OpenStreetMap (CC-BY-SA)</span></div></h3>
<h3><strong>Im alten Zolln</strong> (A: Mühlenstraße 93-95)</h3>
<p>Jeder Student sollte das Alte Zolln noch aus seiner Vorwoche kennen, wo man doch genau da zur Stadtrallye die lang erwartete Erbsensuppe bekam. Aber auch davon unabhängig ist das Zolln eine gute Adresse. Egal zu welchen Anlass man im Zolln ist, man wird nie schief angeschaut, auch wenn es beim Skatspielen mal etwas lauter wird. In der oberen Etage finden auch ohne Probleme größere Gruppen platz. Besonders zu empfehlen sind dabei die Live-Auftritte von internationalen Big Bands, zu denen man möglichst früh kommen sollte, um einen Platz zu ergattern. Auch als Kultur-Highlight des elterlichen Besuchs empfiehlt sich das Zolln aufgrund seiner langen Historie.</p>
<p>Kurze Info zum Glänzen vor den Eltern: Das Gebäude des Alten Zolln wurde Ende des 16. Jahrhunderst gebaut, anstelle des ehemaligen alten Zolln. Obwohl es damals direkt am Tor der Stadt lag, war es nie das Haus, in dem Zölle bezahlt wurden, sondern vermutlich das Wohnhaus eines Zöllners. Eine Gaststätte ist das Zolln seit 1972.</p>
<p>Fazit: Historisches Lokal, welches mit guter Küche und großer Auswahl punktet.</p>
<h3><strong>Friends</strong> (B: Mühlenstraße 75)</h3>
<p>Mit großem Angebot und vielen Aktionen, die das studentische Budget nur wenig belasten, lockt das ebenfalls in der Mühlenstraße gelegene Friends. Der Schankraum geht über zwei Ebenen und bietet dadurch Raum sowohl für Tresen-Besucher als auch für mittelgroße Gruppen, die Cocktails trinken oder gemütlich essen wollen. Leider gestalten sich Unterhaltungen auf Grund der meist zu lauten Musik eher schwierig und die häufig wechselnden Bedienungen sind eher zu unfreundlich, als dass man im Friends einen wirklich gemütlichen Abend verbringen könnte.</p>
<h3><strong>Café Art</strong> (C: Kapitelstraße 4-8)</h3>
<p>Das Café Art in der Kapitelstraße neben C&amp;A ist eine der Anlaufstellen für Fußballfreunde in Lübeck. Zu Bundesligazeiten und bei Deutschlandspielen ist es immer rappel- und stimmungsvoll und wer nicht rechtzeitig da ist oder sich einen Platz reservieren lässt, hat oft das Nachsehen. Doch auch ohne Fußball kann das Café Art mit einem umfangreichen und leckeren Speise- und Getränkeangebot punkten. Und mit dem Frühstück, das bis in den Nachmittag hinein serviert wird, wird fast jeder studentische Schlafrhythmus bedient. Bei schönem Wetter lädt ein Biergarten zum Verweilen ein.</p>
<div id="attachment_36333" class="wp-caption aligncenter" style="width: 655px"><div class="media-credit-container aligncenter" style="width: 655px"><img class="size-medium wp-image-36333" title="Cafe Art 1" src="http://www.studentenpack.uni-luebeck.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/07/Caffe-Art-1-645x483.jpg" alt="" width="645" height="483" /><span class="media-credit"><a href="http://www.studentenpack.uni-luebeck.de/index.php/author/piek/">Albert Piek</a> | StudentenPACK.</span></div><p class="wp-caption-text">Cocktails und Milkshakes im Café Art</p></div>
<h3><strong>Kürbis</strong> (D: Mühlenstraße 9)</h3>
<p>Der eine oder andere mag den „Kürbis“ am Anfang der Mühlenstraße als gute Küche kennen. Weniger bekannt dürfte hingegen sein, das dort gelegentlich ein Schild vor die Tür gestellt wird, welches ab 19 Uhr eine Happy Hour mit Cocktails und Longdrinks für 3,90 Euro verspricht. Wer der Verlockung folgt und ein wenig Geduld für die Bedienung übrig hat, dem wird das an sich etwas dunkle Ambiente rasch mit Kerzenschein erhellt. Seine Cocktails darf man hier aus knuffigen Granini-Gläsern schlürfen. Auch die Bierkarte bietet Auswahl und so kann man unter anderem ein Budweiser Budvar bestellen. Mit etwas Glück sorgen sogar noch die singenden und schunkelnden Tischnachbarn für Unterhaltung.</p>
<div id="attachment_36335" class="wp-caption aligncenter" style="width: 655px"><div class="media-credit-container aligncenter" style="width: 655px"><img class="size-medium wp-image-36335" title="Kürbis3" src="http://www.studentenpack.uni-luebeck.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/07/Kürbis3-645x483.jpg" alt="" width="645" height="483" /><span class="media-credit"><a href="http://www.studentenpack.uni-luebeck.de/index.php/author/piek/">Albert Piek</a> | StudentenPACK.</span></div><p class="wp-caption-text">Knuffige Granini-Gläser</p></div>
<h3><strong>Sternschnuppe</strong> (E:Fleischhauerstraße 78)</h3>
<p>Bedingt durch die sanfte Beleuchtung des Schankraums wirkt die Sternschnuppe von außen oft geschlossen. Dabei ist die Sternschnuppe gerade durch diese Beleuchtung sehr gemütlich. Am frühen Abend lohnt es sich, sie auf einen Kaffee zu besuchen oder auch mal um ein Buch zu lesen. Später wird es dann doch mal etwas voller, was vor allem dem kleinen Schankraum zuzuschreiben ist. Dafür hat man es dann aber auch gemütlich. Sonntags ist die Schnuppe eine der wenigen Kneipen, in der man den Tatort schauen kann. Und: Bis eine halbe Stunde nach Krimi-Beginn kann man auf den Mörder tippen und mit etwas Glück und Geschick eine Flasche Wein gewinnen. An den anderen Abenden der Woche kann man sich die Zeit auch mit dem Kicker-Tisch im Hinterzimmer vertreiben. Fazit: Sehr gemütlich und mit studentisch fairen Preisen.</p>
<h3><strong>Schmidt’s</strong> (F: Dr. Julius-Leber-Straße 60)</h3>
<p>In alten Ersti-Heften wurde diese Adresse noch erwähnt, bevor sie lange geschlossen war und für die Wiedereröffnung warb. Seit Jahresbeginn findet man hier eine großräumige Bar im Loungestil, mit schönem Ambiente und… Platz! Zumindest bei unserem Besuch waren wir fast die einzigen Gäste. Entsprechend schnell wurden wir bedient. Mit den Getränken und den Preisen waren auch alle zufrieden, bis auf den Resident-Caipi-Experten, der jedoch später von der Bar mit einer versehentlich zu viel gemixten Piña Colada beschenkt wurde. Bierfreunde können hier unter Anderem vom König Ludwig Weissbier kosten, welches immerhin schon einmal den World Beer Award gewonnen hat. Großgewachsenen Kommilitonen, die sich in Lübecker-Altstadt-Treppenaufgängen oft speziellen Gefahren ausgesetzt sehen, sei gesagt: Hier hat man gepolstert! Warum über dem Eingang güldene Lettern für Goldankauf werben, blieb allerdings ein Rätsel…</p>
<div id="attachment_36337" class="wp-caption aligncenter" style="width: 655px"><div class="media-credit-container aligncenter" style="width: 655px"><img class="size-medium wp-image-36337" title="Schmidts 1" src="http://www.studentenpack.uni-luebeck.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/07/Schmidts-1-645x483.jpg" alt="" width="645" height="483" /><span class="media-credit"><a href="http://www.studentenpack.uni-luebeck.de/index.php/author/piek/">Albert Piek</a> | StudentenPACK.</span></div><p class="wp-caption-text">Cocktails und ein prämiertes Bier</p></div>
<h3><strong>Weltwirtschaft</strong> (G: Königstraße 16)</h3>
<p>Mit unter Klaustrophobie leidenden Menschen sollte man hier nicht einkehren, denn die Weltwirtschaft ist klein und eng. Dennoch wurde hier eine ganze Portion Gemütlichkeit nebst zweier Kickertische neben den Tresen gestopft. Das Bier ist günstig, die Musik ist unaufdringlich und das Personal ist gut gelaunt. Hier kann man sich von den Cracks, die schon die ganze Nacht kickern, versenken lassen oder einfach nur im Fenster sitzen, über Musik und die Welt quatschen und dem Sonnenaufgang entgegenchillen.</p>
<h3><strong>Bolero</strong> (H: Breite Str. 1-5)</h3>
<p>Um wieder einmal in eine größere Bar zu kommen, ist das Bolero in der nördlicheren Hälfte der Altstadt zu empfehlen. Hier können sich in freundlicher Atmosphäre Angebot und Qualität sehen lassen. Dabei sind die Preise nicht immer für das studentische Portemonnaie geeignet, wer aber eine der vielen Happy-Hours abpasst, die täglich von 17 bis 1 Uhr stattfinden, kann tatsächlich etwas sparen. Das Personal ist zwar manchmal etwas langsam, insbesondere wenn man an einem der Außentische sitzt. Wer aber etwas Geduld mitbringt, wird dafür belohnt. Fazit: Für entspannte Abende mit guten Gesprächen und dem Bedürfnis nach Qualität sehr zu empfehlen.</p>
<h3><strong>IF</strong> (I: Engelsgrube 41) &#8211; ein historischer Exkurs</h3>
<p>Am 28. Mai 1929 wird Horst Bernhard Wilhelm Frank in Lübeck geboren. Nach einer Ausbildung muss er im 2. Weltkrieg als Soldat kämpfen, danach entscheidet er sich nach seinem ersten Theaterbesuch Schauspieler zu werden. Er arbeitet eine Zeit lang in Lübeck, dann in Bonn, Basel und Zürich. Er wird TV-Star, an den sich die meisten heute allerdings kaum noch erinnern können. Bleibende Bekanntheit ist ihm dank seiner Rolle als Kommissar Reynolds bei den Drei Fragezeichen sicher.</p>
<p>Horst Frank war vier mal verheiratet. Aus der ersten Ehe ging ein Sohn, aus der zweiten eine Tochter hervor. Diese beiden Ehen, wie auch die dritte, scheitern an seinem exzessiven Lebensstil.</p>
<p>Warum das wissenswert ist? Weil das IF eben nicht IF heißt, wie die Abfrage in Programmiersprachen, sondern IF wie die Anfangsbuchstaben in Ilse Frank. Ilse Frank war eine der Frauen des Horst Frank und sie eröffnete in Lübeck in der Engelsgrube 41 eine Bar.</p>
<p>Heute heißt der Wirt Uwe, offensichtlich ein Unikat, mit wallender grauer Mähne und grauem Rauschebart, der einem in der urigsten Atmosphäre die es in einer Kneipe überhaupt geben kann, gern von Ilse und Horst Frank erzählt. Dazu kann man zu sehr fairen Preisen ein irisches Bier trinken und die wild an die Wand gehängten Bilder bestaunen.</p>
<p>Die Toilette ist sicher nichts für zartbesaitete aber das IF ist authentisch, gut und immer einen Besuch wert.</p>
<div id="attachment_36339" class="wp-caption aligncenter" style="width: 655px"><div class="media-credit-container aligncenter" style="width: 655px"><img class="size-medium wp-image-36339" title="if 2" src="http://www.studentenpack.uni-luebeck.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/07/if-2-645x483.jpg" alt="" width="645" height="483" /><span class="media-credit">Wirt Uwe mit Alberts Kamera</span></div><p class="wp-caption-text">Auf Ilse Frank!</p></div>
<h3><strong>La Havanna</strong> (J: Engelsgrube 41)</h3>
<p>Wer hier herein kommt, sollte kitschtolerant sein: Der Raum ist mehrheitlich rot, mit pink-grünen Kronleuchtern und die Lichtanlage tut ihr übriges. Auf die ebenerdig gelegene Bar und die Tanzfläche kann man von gemütlichen Sesseln in der Zwischenetage herabblicken. Leider klappt es hier nicht immer mit der Bedienung, die sich gerne mal auf die Tanzfläche begibt. Wer die Bestellung direkt am Tresen aufgibt, bekommt aufwendig dekorierte aber sehr gelungene Cocktails aus einer großen Auswahl und darf anschließend den Pärchen bei Salsa, Merengue, und was man sonst noch zu kubanischer Musik tanzen kann, zuschauen oder selbst Fuß anlegen.</p>
<div id="attachment_36341" class="wp-caption aligncenter" style="width: 655px"><div class="media-credit-container aligncenter" style="width: 655px"><img class="size-medium wp-image-36341" title="Havana 1" src="http://www.studentenpack.uni-luebeck.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/07/Havana-1-645x483.jpg" alt="" width="645" height="483" /><span class="media-credit"><a href="http://www.studentenpack.uni-luebeck.de/index.php/author/piek/">Albert Piek</a> | StudentenPACK.</span></div><p class="wp-caption-text">Cocktails im La Havanna</p></div>
<h3><strong>Strandsalon</strong> (K: Willy-Brandt-Allee 25a, Wallhalbinsel)</h3>
<p>Wen der Weg zum Strand selbst zu weit ist oder wer dem Lübschen Wetter nicht traut und dennoch gern das Strandfeeling haben möchte, ist hier an der richtigen Adresse. Der Strandsalon besticht mit Karibik-Flair und etwas Extravaganz. Preislich gesehen ist der Strandsalon für das Niveau, welches er bietet, doch schon eine der günstigeren Locations. Es sei aber jedem gesagt, dass das Baden in der Trave an dieser Stelle nachts vermieden werden sollte, dafür gibt es alternativ einen Pool zum Planschen. Fazit: Mit dem Versprechen auf Sonnenschein und guten Preisen ist der Strandsalon eine Adresse um das tägliche Grau in Grau zu vergessen.</p>
<h3><strong>COLE STREET</strong> (L: Beckergrube 18)</h3>
<p>Eins vorweg: Unser Urteil, dies sei eine Hipster-Bar, war bereits gefällt, da waren wir fast noch am anderen Ende der Stadt. Entsprechend fröhlich halblaut geäußerte Sprüche, während man den länglichen Schankraum mit keinen zwei gleichen Sitzmöbeln durchschreitet, bringen einem schon mal böse Blicke von der Seite ein. Ob es nun an unserer Platzwahl auf den Polstermöbeln in der hintersten Ecke oder an den Sprüchen lag, es dauerte jedenfalls eine Weile, bis sich die Bedienung zum ersten Mal blicken ließ. Danach ging es zwar zügig, aber die Preise sind nicht unbedingt studentenfreundlich und der betont zufällige Stil ist uns doch etwas too much.</p>
<h3><strong>Finnegan</strong> (M: Mengstraße 42)</h3>
<p>Herrlich urig, herrlich rustikal, so lautete der erste Eindruck des in der Mengstraße gelegenen Irischen Pubs. Wer sich die Zeit nimmt und des Öfteren in der Bar erscheint, wird schnell mit dem Barkeeper und Besitzer per du sein, was zu manch einem kleinen geschenkten Glas Schnaps führen kann. Wer den Pub am Mittwoch besucht, hat die Möglichkeit, am Barquiz teilzunehmen, welches Wissen in allen möglichen Kategorien abfragt. Auch Lohneswert sind die Open-Mic-Abende und andere Live-Musik-Events. Egal, was ansteht, die Preise sind annehmbar und für Studenten teilweise reduziert (Bier: 1,50€). Fazit: Trinken in familärer Atmosphäre mit urigem irish-charme.</p>
<h3><strong>Mac Thomas</strong> (N: An der Untertrave 95)</h3>
<p>Wer das Finnegan kennt, weiß, dass es öfter einfach zu voll ist. Doch wer einige Schritte weiter die Mengstraße in Richtung Untertrave herunter spaziert, wird belohnt: Direkt an der Ecke zur Untertrave liegt das Mac Thomas, einer der Geheimtipps in Sachen Irish Pubs. Es bietet über zwei Etagen Plätze, sodass man auch mit einer etwas größeren Gruppe Platz findet. Doch es ist dort keineswegs tote Hose. Live-Musik und Quiz-Abende haben ihren regelmäßigen Platz und machen den Charme des Pubs aus. Auch wenn die direkte Art der Chefin am Tresen am Anfang ungewöhnlich vorkommen mag, so passt sie gut in das rustikale Flair des Irish Pubs. Die Preise sind günstig (natürlich im Pitcherformat) und Kleinigkeiten zu Essen gibt es auch. Und mit etwas Glück kriegt man eine der vielen irischen Whiskey-Spezialitäten zum Probieren ausgegeben. Fazit: Sehr empfehlenswert!</p>
<h3><strong>Barcio</strong> (O: An der Untertrave 106)</h3>
<p>An der Untertrave direkt am Holstentor gelegen wirkt das Barcio nicht unbedingt studentenfreundlich. Doch dieser Eindruck täuscht! Mit vielen Aktionen und Happy-Hours wird das Barcio zur Adresse des feinen Cocktailgeschmacks mit einer großen Auswahl, guter Qualität und immer recht freundlicher Bedienung. Zum Barcio sei gesagt, dass es sich wunderbar eignet, um sich oder andere zu belohnen, wie zum Beispiel nach einer bestanden Klausur. Für Personen, die notorisch vergessen, vor einem langen Abend zu essen, bietet sich dabei der Montag mit Buy-one-get-two auf alle Speisen an. Auch hier gilt, dass die Portionen groß sind und die Qualität den Cocktails in nichts nachsteht. Fazit: Freundliche Bedienung und gute Qualität machen das Barcio zu einer von Lübecks besten Cocktailbars.</p>
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		<title>Hinter den Weihnachtsbuden</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 11:24:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sarah Sandmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachtsmarkt]]></category>

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				<content:encoded><![CDATA[<p>Er ist der absolute Superlativ. Der hellste Stern im Norden zur  Weihnachtszeit. Er ist der Lübecker Weihnachtsmarkt. Sollte sich der  Weihnachtsmann mal eines Tages in seinen Werkstätten am Nordpol  langweilen, würde er sich vermutlich Lübeck für einen kleinen  Weihnachtsurlaub aussuchen. Glühwein und gebrannte Mandeln, Karussells  und Christbaumschmuck, Holzspielzeug und Fellfäustlinge – der Lübecker  Weihnachtsmarkt hat viel zu bieten. Doch seine eigentlichen Qualitäten  gehen weit über diese klassischen Attraktionen hinaus.</p>
<p><div id="attachment_2217" class="wp-caption aligncenter" style="width: 655px"><div class="media-credit-container aligncenter" style="width: 655px"><img class="size-medium wp-image-2217" title="Weihnachtsmarkt 5" src="http://www.studentenpack.uni-luebeck.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/Weihnachtsmarkt-5-645x483.jpg" alt="Es dreht sich wieder! Der maritime Weihnachtsmarkt am Koberg." width="645" height="483" /><span class="media-credit"><a href="http://www.studentenpack.uni-luebeck.de/index.php/author/sandmann/">Sarah Sandmann</a> | StudentenPACK.</span></div><p class="wp-caption-text">Es dreht sich wieder! Der maritime Weihnachtsmarkt am Koberg.</p></div>Die Tradition selbst geht zurück bis in das 17. Jahrhundert. Auch  wenn es damals noch ein sehr überschaubarer Markt war, der 1648 seine  Pforten in der Hansestadt öffnete, so zeugen doch Berichte in den  Stadtannalen zweifelsohne davon, dass so ein Markt existiert hat. Damit  gehört der Weihnachtsmarkt in Lübeck nicht nur zu den größten, schönsten  und beliebtesten Märkten seiner Sorte, sondern auch zu den ältesten.</p>
<h3>Großes Event –  große Verantwortung</h3>
<p>Jedes Jahr zur Weihnachtszeit machen sich mehr als eine Million  Menschen aus der ganzen Welt auf den Weg nach Lübeck. Besonders unter  den Skandinaviern kann sich die Hansestadt einer sehr großen Beliebtheit  erfreuen. Aber auch nach einer japanischen Touristengruppe, natürlich  bewaffnet mit den obligatorischen Fotoapparaten, muss man nicht lange  Ausschau halten. Doch sowohl die Schausteller und Organisatoren des  Weihnachtsmarktes, als auch den Einzelhandel freut‘s. Schließlich machen  sie bis zu 25 Prozent ihres Jahresumsatzes während der  Weihnachtsmarktzeit und besonders die Skandinavier sind als gute Kunden  bekannt, erzählt Inke Möller, eine der Hauptorganisatoren des Lübecker  Weihnachtsmarktes.</p>
<p>Inke Möller gehört der „Lübeck und Travemünde Marketing GmbH“ an,  kurz auch LTM genannt. Bis zum Jahr 2008 lag die Verantwortung für den  Weihnachtsmarkt in der Breiten Straße, auf dem Marktplatz, am Koberg und  an der Trave noch bei der Stadt Lübeck, genauer gesagt bei der  „Abteilung Märkte“. Seit 2009 jedoch hat die LTM das Zepter übernommen  und hält die langjährige Tradition des Marktes aufrecht.</p>
<p>Das ganze Jahr über befassen sich neben Inke Möller noch zwei  weitere Mitarbeiter von Lübeck Travemünde Marketing, sowie zwei Azubis  mit quasi nichts anderem, als Lichterketten und Lametta. Doch in der  „ernsten Phase“ bekommt die Kerngruppe natürlich noch tatkräftige  Unterstützung aus anderen Abteilungen und von den Schaustellern selbst.  „Als wir den Markt in der Breiten Straße aufgebaut haben, kamen da mal  eben 100 Leute zusammen“, erzählt Inke Möller mit noch immer  unverkennbarer Begeisterung in ihrer Stimme. Insgesamt, so schätzt  Holger Bock, Vorsitzender des Schaustellerverbandes, arbeiten knapp 500  Leute in und an den Weihnachtsmarktbuden. „Der ganze Markt ist wie ein  Räderwerk“, so Bock, doch bis die Zähne in einander greifen können, muss  viel organisiert werden.</p>
<h3>Eine organisatorische Meisterleistung</h3>
<p>120 Betrieben können die emsigen Weihnachtsmarktgänger unter euch  dieses Jahr einen Besuch abstatten. „Die Meisten sind echte Profis“,  erzählt Holger Bock. Sie sind Marktleute, die den Rest des Jahres in  ganz Schleswig-Holstein oder in Einzelfällen sogar bundesweit unterwegs  sind. Bereits im Mai wurden die Verträge an die Betreiber verschickt, um  eine frühzeitige Koordination des Weihnachtsmarktes zu ermöglichen. In  der Regel ist aber „the same procedure as every year“ angesagt. Die  Betreiber wissen, wie sie ihre Stände aufzubauen haben und die  Organisatoren wissen, wo sie das zu machen haben. Nicht selten sind die  Buden sogar extra für den Lübecker Weihnachtsmarkt entworfen worden, so  dass es im Lageplan eigentlich nur noch wenige Freiheiten gibt. Einige  Buden müssen sich zum Beispiel an eine bestimmte Höhenvorgabe halten, um  sich dem Gesamtbild der Altstadt anzupassen, und wohingegen andere so  konstruiert wurden, dass sich der Glühweinausschank genau gegenüber dem  Würstchenstandes befindet.</p>
<p>Umso arbeitsintensiver und spannender für alle Beteiligten sind  daher sämtliche Neuerungen, wie der Maritime Weihnachtsmarkt, der dieses  Jahr seine Premiere am Koberg feiert. Vor zwei Jahren gab es noch eine  rege Diskussion, ob man den Historischen Weihnachtsmarkt von seinem  angestammten Platz bei der Marienkirche nicht auf den Koberg verlegen  sollte, doch dies ist nach Einführung des Maritimen Marktes vom Tisch.  Stattdessen bleibt an der Kirche alles beim Alten, während neben den  bunt geschmückten Weihnachtsbäumen am Koberg, neben dem Riesenrad, nun  Leuchttürme und Fischernetze in weihnachtlichem Glanz erstrahlen. Aber  keine Angst, Matjes mit Zimt gibt es auch dort nicht.</p>
<p>Eine besondere Herausforderung für die Veranstalter stellt dieses  Jahr jedoch auch die Breite Straße dar. Wer erinnert sich nicht an die  vielen, vielen Monate, in denen wir uns in der Lübecker Fußgängerzone  nur im Schneckentempo fortbewegt haben. Natürlich bewegen wir uns dort  jetzt gerade zur Weihnachtszeit immer noch im Schneckentempo fort, doch  wenigstens sind daran nicht länger die unzähligen Baustellen schuld.  Wenn ihr einmal darauf achtet, dann kann man sich in der Breiten Straße  sogar ziemlich gut fortbewegen, von den ganzen störenden Menschenmassen  mal abgesehen. Dieser Verdienst geht ebenfalls auf das Konto von der  LTM. Als Organisator und Verantwortlicher des Weihnachtsmarktes gehörte  es auch zu ihren Aufgaben penibel darauf zu achten, dass der Weg  zwischen den Ständen noch breit genug für die Feuerwehr ist, die  Durchgänge zu abzweigenden Straßen und Plätzen freigehalten werden und  natürlich zwischen Budenbetreibern und Ladenbesitzern zu vermitteln,  falls einmal Streit in der Luft liegen sollte.</p>
<p>Doch obwohl der Markt riesige Besucherströme nach Lübeck lockt,  so dürfen die Organisatoren mit einem besonderen Blick auf die  gegenwärtig sehr leeren Kassen, die man an allen Ecken und Enden findet,  die Rentabilität des Weihnachtsmarktes nicht aus den Augen verlieren.  Daher gibt es dieses Jahr auch eine Änderung an der Trave. Aus dem  Familienweihnachtsmarkt ist dieses Jahr das „Weihnachtswunderland“  geworden. Insgesamt streben die Veranstalter damit an, den bisher  enormen Arbeitsaufwand, den dieser Weihnachtsmarkt mit sich gebracht  hat, zu minimieren und gleichzeitig noch das bekannte Flair zu wahren.  Aus Kostengründen gibt es daher weniger Handelsstände und auch Frau  Frost und Herrn Winter sucht man dieses Jahr vergebens. „Bisher mussten  wir die Figuren immer extra hochfahren, weil sie ja auch in der Stadt  gelaufen sind“, so Inke Möller. „Das entfällt dieses Jahr.“</p>
<p>Um die extrem arbeitsintensive Dekoration des Weihnachtsmarktes  kümmert sich übrigens eine Gärtnerei. Man mag es kaum glauben, aber  allein in der Breiten Straße, auf dem Marktplatz, an der Trave und am  Koberg stehen 320 ungeschmückte Tannen. Dazu kommen noch fast 200  geschmückte Tannen und Kiefern und jede Menge „Grünzeug“, das die vielen  Buden ziert. Allein das Verteilen der geschmückten Bäume dauert ganze  vier Tage.</p>
<p>Überhaupt stößt man beim Lübecker Weihnachtsmarkt immer wieder  auf Zahlen, die einem den Unterkiefer herunterklappen lassen. Zum  Beispiel wurden dieses Jahr ganze 1,5 Kilometer Lichterketten  „verdekoriert“! An den Bäumen, die mit so genannten mitwachsenden  Lichterketten ausgestattet sind, die daher das ganze Jahr über um die  Stämme gewickelt bleiben können, kann man insgesamt 120.000 Lämpchen  zählen. Der Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz ist 13 Meter hoch und mit  nicht weniger als 1000 Kugeln geschmückt. Und von den berühmten  Weihnachtsmarktbechern, die jedes Jahr wieder mit den Siegerbildern des  Kindermalwettbewerbs bedruckt worden sind, hatte man im Vorfeld ganze  30.000 Stück produziert.</p>
<h3>Das ganz normale Chaos</h3>
<p>Wer glaubt, dass dieses Jahr am 21. November bei allen Beteiligten  Durchatmen angesagt wäre, der täuscht sich gewaltig. Dann geht es  nämlich gerade erst los. Selbst wenn die Vorbereitung des Marktes genau  genommen ein ganzes Jahr andauert, so muss Inke Möller doch zugeben:  „Eigentlich ist man trotzdem spät dran – es ist immer eine  Punktlandung“. Alles muss gleichzeitig fertig werden. Da genießen  Betreiber und Organisatoren gleichermaßen die Tatsache, dass der  eigentliche Besucheransturm auf den Markt erst nach der feierlichen  Eröffnung im Rahmen der Lichtprozession und dem Abseilen des  Weihnachtsmannes am 23. November beginnt. Da der Markt selbst jedoch  schon zwei Tage früher, am 21. November, seine Pforten inoffiziell  öffnet, bleiben allen Beteiligten wenigstens 48 Stunden, in denen sich  alle Abläufe der nächsten Wochen einspielen und die letzten Krisenherde  beseitigt werden können.</p>
<p>Im Notfall besteht für die Schausteller aber auch stets die  Möglichkeit Hilfe über Notnummern anzufordern, wenn es Probleme mit der  Wasserversorgung oder der Elektrizität geben sollte. „Meistens ist es  aber nur eine Sicherung, die mal rausspringt“, erzählt Holger Bock. Doch  wenn es tatsächlich doch mal zu schwerwiegenderen Problemen kommen  sollte, befindet sich am Rande des Marktplatzes eine mysteriöse die  Luke, über die man direkten Zugang zu dem alles entscheidenden,  unterirdisch angelegten Trafo bekommt.</p>
<p>Grundsätzlich stellt die Weihnachtszeit also für Schausteller wie  Holger Bock zwar eine anstrengende Zeit dar, schließlich hält er sich  täglich von 9 Uhr morgens bis 10 Uhr abends auf dem Markt auf, doch  seine Routine lässt ihn die Vorweihnachtszeit mit einer gewissen  Entspannung erleben. Manchmal, so verrät er, stürzt auch er sich in den  regen Weihnachtsmarkttrubel und schlendert ganz unbefangen zwischen den  zahlreichen Buden umher. „Außer natürlich freitags und samstags, dann  geht das nicht“. Und mit einem Lachen fügt er hinzu: „Dann wird nämlich  die Frau sauer“.</p>
<p>Nicht ganz so entspannt erleben die Mitarbeiter von Lübeck  Travemünde Marketing die besinnliche Jahreszeit. Sie sind täglich als  Ansprechpartner für die Schausteller vor Ort und sind stets schnell zur  Stelle. Außerdem müssen sie auch kontrollieren, ob die vertraglich  vorgeschriebenen Öffnungszeiten und die notwendige Sauberkeit von den  Betrieben eingehalten werden. Entspannt über den Weihnachtsmarkt  flanieren? Eine abendliche Tasse Glühwein genießen, wie es sich bei  vielen Wesen der Gattung Homo Sapiens Luebeckum eingebürgert hat? Das  kommt für Inke Möller nicht in Frage. Und auch in anderen Städten kann  sie das weihnachtliche Flair nicht einfach genießen. „Ich denke dann  immer: ‚Das Kabel hätte man aber auch abdecken können‘ und sowas.“ Doch  ihren Spaß an der Vorbereitung des Marktes hat sie trotzdem noch immer  nicht verloren.</p>
<h3>Mich dünkt, wir haben eine Zeitreise gemacht</h3>
<p><div id="attachment_2219" class="wp-caption aligncenter" style="width: 655px"><div class="media-credit-container aligncenter" style="width: 655px"><img class="size-medium wp-image-2219" title="Weihnachtsmarkt 3" src="http://www.studentenpack.uni-luebeck.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/Weihnachtsmarkt-3-645x483.jpg" alt="Herr Peschlow und Herr Rosbach vom Mittelaltermarkt." width="645" height="483" /><span class="media-credit"><a href="http://www.studentenpack.uni-luebeck.de/index.php/author/sandmann/">Sarah Sandmann</a> | StudentenPACK.</span></div><p class="wp-caption-text">Herr Peschlow und Herr Rosbach vom Mittelaltermarkt.</p></div>Das Gefühl dafür, dass wir uns alle gegenwärtig im 21. Jahrhundert  befinden, verliert man sehr schnell, wenn man den Weg zum  Mittelaltermarkt gefunden hat. Etwas versteckt und doch mit einem  einzigartigen beeindruckenden Flair, schafft es dieser Markt  Weihnachtsstimmung auf eine ganz andere Art und Weise zu verbreiten.  Doch das war nicht immer so. Erst seit neun Jahren gibt es diesen Markt  überhaupt. Im Gegensatz zu den vielen Ständen auf dem Markt, in der  Fußgängerzone, am Koberg und an der Trave, ist der Mittelaltermarkt eine  private Veranstaltung. Frank Peschlow hat es vor neun Jahren geschafft  durchzusetzen, dass der Platz zwischen Marienkirche und Rathaus, der  zuvor als Stellfläche für Toilettenwagen gedient hatte, Lübecks  Weihnachtsmarkt zukünftig um eine Attraktion bereichern würde – einen  Mittelaltermarkt.</p>
<p>Begonnen hat alles mit gerade einmal 15 Ausstellern. „Die ersten  drei Jahre waren wirklich schwer“, gesteht Peschlow, doch mit der Zeit  lernten die Lübecker und alle auswärtigen Besucher des Weihnachtsmarktes  den neuen Mittelaltermarkt langsam kennen und lieben. Mittlerweile  organisiert Peschlow den Markt gemeinsam mit Albert Rossbach. Dieses  Jahr gibt es 28 Stände und an 20 der 30 Tage auch noch ein  Bühnenprogramm. Der einzige Wehrmutstropfen für die beiden Organisatoren  sind die Kosten, die der Markt in Lübeck mit sich bringt. Anders als es  bei den anderen Märkten in Lübeck der Fall ist, müssen Peschlow und  Rossbach für die Fläche zahlen. Dieses Jahr ist es das Dreifache des  letztjährigen Betrages. Und auch die Künstler, die auf der kleinen Bühne  auftreten, müssen bezahlt werden. Doch stattdessen die Zelte bei einem  anderen Weihnachtsmarkt als dem in Lübeck aufschlagen? Das wäre für  Peschlow und Rossbach niemals eine Alternative.</p>
<h3>Es war einmal ein Märchenwald</h3>
<p>Wie auch schon der Mittelaltermarkt, fällt auch der Märchenwald nicht  in den Verantwortungsbereich von Lübeck Travemünde Marketing. In diesem  Fall ist es jedoch ein Verein, genauer gesagt Pro Lübeck e.V., der sich  um den reibungslosen Aufbau, Betrieb und Abbau des Märchenwaldes  kümmert.</p>
<p>Auch wenn die Aufbauarbeiten hier nur eine Woche dauern, so  bleibt für die sechs Arbeiter doch das ganze Jahr etwas zu tun.  Besonders die kleinen Häuschen, in denen bekannte Märchen dargestellt  werden, verlangen viel Pflege und werden regelmäßig restauriert. Und ab  und zu kommt natürlich auch mal ein neues Märchen hinzu, wie zuletzt vor  zwei Jahren Jim Knopf. Realisieren lässt sich das alles nur mit der  Unterstützung von vielen ehrenamtlichen Helfern.</p>
<p>Auch wenn der Märchenwald auf den ersten Blick recht überschaubar  wirkt, so müssen die Verantwortlichen auch hier ein enormes Pensum an  Koordinations- und Organisationsarbeiten bewältigen. Allein 300 Tannen  müssen sie besorgen, neun Stände in Schuss halten und zwei Fahrgeschäfte  zum Laufen bringen. Für den Abbau bleiben ihnen nur knapp zwei Tage,  Nachtschichten inklusive.</p>
<h3>Weihnachtststadt des Nordens</h3>
<p>„Es gibt viel zu sehen und viel zu erleben“, da ist sich Holger Bock  sicher. Das Angebot ist so breit gefächert, dass für jeden etwas dabei  ist, denn schließlich gibt es hier in Lübeck nicht einfach nur  Weihnachtsmärkte mit den verschiedensten Schwerpunkten in der ganzen  Altstadt, sondern auch zwei Kunsthandwerkmärkte, Kirchkonzerte, jede  Menge Museen und für den etwas extravaganteren Geschmack auch noch  Travemünde.</p>
<p>Ohne ein eingespieltes Team und sehr viel Arbeit würde der  Lübecker Weihnachtsmarkt, so wie wir ihn kennen, jedoch nicht einmal  ansatzweise funktionieren. Jedes Jahr bringt seine ganz eigenen  Herausforderungen mit sich. Nicht immer sind sie zu beeinflussen – wie  zum Beispiel die extreme Kälte im letzten Winter, die einigen  Schaustellern schmerzhafte Frostbeulen beschert hat – doch bisher ist es  noch jedes Jahr gelungen, einen einzigartigen Weihnachtsmarkt auf die  Beine zu stellen.</p>
<p>Was bei der langen Phase der Vorbereitung und dem riesigen Ausmaß  des Lübecker Weihnachtsmarktes jedoch immer wieder viel Erstaunen  hervorruft, ist, wie schnell nach Weihnachten und nach Silvester  plötzlich alles wieder aus und vorbei ist. Die meisten Stände sind  innerhalb von ein bis zwei Tagen komplett von der Bildfläche  verschwunden, die Schausteller schon auf dem Weg zum nächsten Markt,  andere Buden dagegen für das nächste Jahr eingelagert. In die meisten  zuvor noch weihnachtlichen Städte in ganz Deutschland erhält der graue  Alltag in rasender Schnelle wieder seinen Einzug. Nicht so jedoch in  Lübeck. Zwar werden auch hier alle Weihnachtsbuden pünktlich abgebaut  sein und der Wochenmarkt wie gewohnt auch am 2. Januar stattfinden, doch  die Beleuchtung auf dem Marktplatz wird uns erst mal noch erhalten  bleiben. Und am 13. Januar ist es dann endlich so weit: Dann wird die  Eissaison eröffnet!</p>
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		<title>Wenn der große Hunger kommt</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jul 2011 08:00:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Bohnenstengel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Kulinarisch]]></category>
		<category><![CDATA[Empfehlungen]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Trinken]]></category>

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		<description><![CDATA[Es stehen lange, sommerliche Semesterferien bevor und das StudentenPACK hat einige Studenten gebeten, aufzuschreiben, in welchen Bars und Restaurants sie [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h1><span style="font-size: 13px; font-weight: normal;">Es stehen lange, sommerliche Semesterferien bevor und das StudentenPACK hat einige Studenten gebeten, aufzuschreiben, in welchen Bars und Restaurants sie sich besonders wohlfühlen. Längst nicht alle sind ein Geheimtipp, und die Preise nicht durchgehend studentenfreundlich, doch vom schnellen Döner bis zum mehrgängigen Menü, von vegetarisch bis fleischreich ist alles dabei. Dies sind die Texte, die uns erreicht haben. Wir wünschen einen guten Appetit.</span></h1>
<h3>Das Affenbrot</h3>
<p>So richtig lecker und freundlich ist es im Café Affenbrot. Das einzige vegetarische Bistro in Lübeck und Umgebung bietet nicht nur ein nettes und lichtdurchflutetes Ambiente, sondern auch die freundlichste und sympathischste Bedienung in ganz Lübeck. Das Menü reicht von leckeren vegetarischen Pizzen über verschiedene vegetarische Burger-Kreationen bis hin zu süßem Nachtisch. Zum Frühstück bietet das Affenbrot, das um 09:00 Uhr öffnet, Vollwertbrötchen und Eier von Freiland-Hühnern und Trans Fair-Kaffee.</p>
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<p><div class="media-credit-container aligncenter" style="width: 655px"><img class="size-medium wp-image-1938" title="HPIM1704" src="http://www.studentenpack.uni-luebeck.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/HPIM1704-645x490.jpg" alt="" width="645" height="490" /><span class="media-credit"><a href="http://www.studentenpack.uni-luebeck.de/index.php/author/himmelsbach/">Susanne Himmelsbach</a> | StudentenPACK.</span></div>&nbsp;</p>
<p>Es ist diese kreativ-freundliche Atmosphäre, wegen der das Affenbrot mein Lieblingsrestaurant in Lübeck ist. Es ist einfach schön, sich mit Freunden dort zu treffen und sich bei Essen und ein paar Bier bis in den späten Abend zu unterhalten; das Affenbrot schließt erst um Mitternacht (Sonntags bereits um 22:00 Uhr). Wer möchte, kann im Affenbrot auch Go spielen. Das Affenbrot findet ihr in der Kanalstrasse 70, die Preise sind absolut studentenfreundlich.</p>
<p><span style="font-size: 15px; font-weight: bold;">Das Aroma</span></p>
<p>Im Jahr 2008 hat der Italiener im MGZ, dem medizinischen Gesundheitszentrum in der Paule-Ehrlich-Straße 1-3, eröffnet. Seitdem werden dort von Montag bis Sonntag eben typisch italienisch Pizza, Pasta, Antipasti, Tiramisu und Co. angeboten Die Preise sind human, die Bedienung sehr freundlich und das Essen ist der Hammer, so dass man sich freut, dass die Pizzen so schön groß sind.</p>
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<p><div class="media-credit-container aligncenter" style="width: 655px"><img class="size-medium wp-image-1941" title="Aroma 4" src="http://www.studentenpack.uni-luebeck.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/Aroma-4-645x483.jpg" alt="" width="645" height="483" /><span class="media-credit">Aroma</span></div>&nbsp;</p>
<p>Das Besondere am „Aroma“ ist jedoch das Ambiente. Das an sich ziemlich große Restaurant ist in mehrere kleinere Räume unterteilt. Außerdem sind die Tische nicht einfach lieblos aneinandergereiht, sondern voneinander so durch südländische Deko getrennt, dass ein angenehmes Gefühl von „Privatsphäre“ entsteht und man nicht von seinen Nachbarn beim Essen beobachtet wird. Im Sommer ist außerdem noch die Innenhofterrasse geöffnet. Obwohl diese in dem Innenhof des MGZ liegt, dessen Fassade ja nicht gerade durch seinen umwerfenden Charme besticht, wird auch hier durch einen künstlich angelegten Fluss, der durch ein Sandsteinbett fließt, durch kleine Dächer mit roten Ziegeln sowie durch Fackeln und Laternen, ein gemütliches, mediterranes Flair erzeugt.</p>
<p>Und für diejenigen, die eher Wert auf Entertainment legen, gibt&#8217;s auch noch einen Bar- und Loungebereich, wo auf einem großen Flachbildschirm regelmäßig Fußballspiele der Bundesliga, Championsleague, Weltmeisterschaft usw. übertragen werden.</p>
<p><span style="font-size: 15px; font-weight: bold;">Das Lachswehr</span></p>
<p>Eventuell bekommt ja der eine oder andere Student in den Ferien Besuch seiner Eltern. Und das dürfte eine der Grundvoraussetzungen sein, wenn man im Lachswehr essen gehen möchte &#8211; denn das Lachswehr ist teuer! Wer allerdings gerne in gutes Essen investiert (beziehungsweise seine Eltern investieren lässt) und eine wirklich schöne Atmosphäre zu schätzen weiß, der ist hier genau richtig aufgehoben: Im stilvollen Gastraum wird man nicht nur zum Tisch begleitet: Nachdem einem die Jacken abgenommen wurden, wird auch noch der Stuhl zurecht gerückt. Und dann kommt das Essen! Das Fleisch ist außen knusprig und innen auf die Sekunde genau gerade noch leicht rot, das Gemüse zergeht auf der Zunge &#8211; hier wird wirklich hervorragend gekocht. Dazu wird immer der passende Wein kredenzt und, wenn das Glas leer ist, auch vom Kellner gleich wieder nachgeschenkt. So zieht es sich durch alle Gänge und man wünscht sich eigentlich nur, dass es nie endet. Und wenn es dennoch irgendwann enden muss, dann doch mit einem der wirklich großartigen Desserts.</p>
<p>Zum tollen Essen hinzu kommt die wirklich sehr schöne Lage direkt am Wasser, mittem im Grünen und mit Blick auf einen kleinen Yachthafen gibt es auch eine Terasse. Laut Information auf der Homepage sind hier übrigens Gäste genauso willkommen, wenn sie statt eines mehrgängigen Menüs einfach ein Glas Bier trinken wollen &#8211; das wäre also die Alternative ohne zahlende Eltern und auch durchaus sommertauglich. Wer Lust auf einen exquisiten Abend hat, der findet dieses Restaurant in der Lachswehrallee 38, direkt hinter der Brücke, wo die Straße in die Possehlstraße mündet.</p>
<p><span style="font-size: 15px; font-weight: bold;">Taverna Dafni</span></p>
<p>Etwas abseits von den üblichen Pfaden liegt die Taverna Dafni an der Kronsforder Landstraße 12, kurz bevor Lübeck im Süden zu Ende ist. Eigentlich kommt man dort nur auf dem Weg von oder zur Autobahn vorbei – und genau bei so einer Gelegenheit, gepaart mit knurrendem Magen, entdeckte ich dieses griechische Restaurant. Natürlich bietet die Speisekarte alles, was man von einem Griechen erwartet, also vor allem Fleischgerichte, Meeresfrüchte, Aufläufe und viel Gemüse. Beim ersten Mal bestellte ich Lammkotlett und war auf der Stelle hin und weg davon, wie zart und perfekt gewürzt das Fleisch war. Auch die gemütliche Einrichtung mit bemalten Wänden, warmem Licht und vielen Pflanzen und die freundliche Bedienung trugen ihren Teil bei.</p>
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<p><div class="media-credit-container aligncenter" style="width: 655px"><img class="size-medium wp-image-1943" title="dafni" src="http://www.studentenpack.uni-luebeck.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/dafni-645x429.jpg" alt="" width="645" height="429" /><span class="media-credit"><a href="http://www.studentenpack.uni-luebeck.de/index.php/author/bohnenstengel/">Philipp Bohnenstengel</a> | StudentenPACK.</span></div>&nbsp;</p>
<p>Seitdem ich das letzte Mal dort war, ist leider schon einige Zeit vergangen, mittlerweile wurden die Fassade und der große Garten offenbar einer Generalüberholung unterzogen. Doch der regelmäßig bis in den letzten Winkel gefüllte Parkplatz lässt mich guten Gewissens diese Empfehlung aussprechen.</p>
<p><span style="font-size: 15px; font-weight: bold;">Zum Alten Zolln</span></p>
<p>So etwas wie das inoffizielle Wirtshaus der Uni ist das alte Zolln. Ein fester Platz auf der Kneipenrunde in der Vorwoche lässt Studenten das Zolln kennenlernen, bevor das Studium wirklich begonnen hat. Die vielen Semesterabschlusstreffen und Promotionsfeiern, die traditionell ebenfalls im Zolln stattfinden, sorgen dafür, dass ein Student den Laden nicht vergisst. Das Zolln liegt mitten in der Innenstadt, in der Mühlenstrasse 93-95, und wenn das Wetter es zulässt, kann man drinnen wie draußen sitzen; oft gibt es Livemusik. Das Zolln bietet zudem die Möglichkeit, Doppelkopf zu spielen.</p>
<p>Die Bedienung ist freundlich, die Atmosphäre fast immer fröhlich, aber es ist das Zolln Dunkel, das eigene Bier des Zollns, das es mir angetan hat. Ein großartiges Bier, bei dem man einen Tag perfekt ausklingen lassen kann. Neben Bier gibt es im Zolln auch eine Küche mit regionaler Küche.</p>
<p><span style="font-size: 15px; font-weight: bold;">Akasia</span></p>
<p>In der Innenstadt, gar nicht weit von der Fußgängerzone entfernt, versteckt sich in der Mühlenstraße 51 ein kleiner Dönerladen hinter einer Bushaltestelle. Wann immer einen das Hungergefühl heimsucht, kann man hier – unter anderem – Döner für derzeit 3,30 Euro kaufen, sei es abends/morgens nach einem Disco-Besuch oder nachmittags beim Shopping, denn Akasia hat rund um die Uhr geöffnet. Einen kleinen Preisnachlass kann man als Stammkunde bekommen: Es gibt eine Bonuskarte zum Sammeln von zehn Stempeln, um einen elften Döner gratis zu erhalten.</p>
<p>Auch wenn der Laden insgesamt nicht besonders groß ist, wurde der Innenraum dennoch sinnvoll in zwei Bereiche unterteilt: einen durch eine Glastür abgetrennten Raucherbereich im hinteren Teil, einen Nichtraucherbereich im vorderen Teil direkt am Tresen. In den wärmeren Monaten besteht außerdem noch die Möglichkeit, sich an die Tische direkt vor dem Laden zu setzen.</p>
<p>Für mich ist Akasia die erste Wahl, wenn ich in der Innenstadt bin und Lust auf einen Döner habe, da mich sowohl die Größe als auch der Geschmack der angebotenen Döner überzeugen.</p>
<p><span style="font-size: 15px; font-weight: bold;">Amo</span></p>
<p>Wer in Lübeck gute thailändische Küche oder Sushi genießen möchte, ist bei Amo an der richtigen Adresse. In der Beckergrube 72 gelegen und von außen recht unscheinbar, strahlt es im Inneren eine gemütliche Ruhe aus. Leider sitzt man fast immer auch am Gang, da das Restaurant schlauchartig ist. Da es aber auch nicht sehr groß ist, stört dies kaum, da nie Hektik aufkommt. Eine Reservierung ist zu den Stoßzeiten deshalb zu empfehlen. Die Karte ist überschaubar, bietet aber trotzdem Abwechslung. Neben Curries, Wokgerichten und Sushi gibt es asiatisch inspirierte Suppen, Salate und Vorspeisen.</p>
<p>Ehemals war in den Räumlichkeiten des Amo das Nui, welches sich jetzt in der Hüxstrasse 91-93 befindet und ähnliche Speisen anbietet. Auch dies ist einen Besuch wert. Dort liegt der Fokus aber auf dem „to go“/Imbiss-Konzept.</p>
<p><span style="font-size: 15px; font-weight: bold;">Ali Baba</span></p>
<p>Fast jeder liebt Döner. Doch die türkische Küche hat mehr zu bieten als diesen leckeren Imbiss und damit meine ich nicht PommDöner oder Lahmacun. Wer die Welt dahinter entdecken möchte, sollte einmal Ali Baba besuchen. Döner wird man hier vergebens suchen. Dafür gibt die Karte andere leckere Gerichte her. Auch wenn die türkische Küche sehr Fleisch- und Knoblauchlastig ist, so werden hier auch Vegetarier und Geruchsempfindliche etwas zum Schlemmen finden. Für mäkelige oder wählerische Gäste, die sich nicht auf Neues einlassen wollen, bietet Ali Baba ein paar Standardgerichte wie Pizza und Pasta. Unter den über 100 Gerichten wird also für jeden etwas dabei sein. Eigentlich muss man nicht erwähnen, dass man auch typisch türkische Getränke wie Ayran, Efes Bier, Mokka, Raki und türkischen Tee bekommt.</p>
<p>Das Ambiente ist wenig aufregend und die Möglichkeiten draußen zu sitzen leider sehr beschränkt. Dafür wird bei gutem Wetter die, komplett aus Glas bestehende, Vorderfront geöffnet, so dass das ganze Restaurant frische Luft einatmen kann, sofern nicht gerade ein Bus an Fünfhausen 5–11 vorbeifährt – Yamas &amp; Afiyet Olsun.</p>
<p><span style="font-size: 15px; font-weight: bold;">Sherry &amp; Port</span></p>
<p>Das Sherry &amp; Port ist ein kleines Tapas-Restaurant in der Fleischhauerstrasse 90. Das Ambiente ist gemütlich urig, wenn auch sehr dunkel. Es ist aufgrund der Größe sehr zu empfehlen, einen Tisch zu reservieren. Allerdings sollte man nicht mit zu vielen Leuten hier auftauchen, da es dann sehr eng werden kann. 2-6 Personen ist perfekt. Dann wählt man sich am besten aus der reichhaltigen Karte ein paar Dinge aus, welche man gemeinsam teilt. Die Menge an Köstlichkeiten aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Zusätzlich zur Karte gibt es wechselnde Angebote, weshalb man immer auch die Bedienung nach aktuellen Tagesempfehlungen fragen sollte. Man sollte aber vorsichtig sein, dass man aus Hunger nicht zu viel auf einmal bestellt. Tapas sind zwar generell nur kleine Portionen, aber trotzdem kann man auch davon schnell satt werden. Zudem passen auf die kleinen Tische auch leider nicht sehr viele Teller. Dadurch wird das Essen manchmal zu einem logistischen Erlebnis.</p>
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<p><div class="media-credit-container aligncenter" style="width: 655px"><img class="size-medium wp-image-1945" title="HPIM1699" src="http://www.studentenpack.uni-luebeck.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/HPIM1699-645x490.jpg" alt="" width="645" height="490" /><span class="media-credit"><a href="http://www.studentenpack.uni-luebeck.de/index.php/author/himmelsbach/">Susanne Himmelsbach</a> | StudentenPACK.</span></div>&nbsp;</p>
<p>Neben dem Essen kommt im Sherry &amp; Port aber auch das Trinken nicht zu kurz. Es gibt eine große Auswahl an Weinen, Ports, Sherries und weiteren Getränken. Sehr lecker ist auch die angebotene Mischung aus Superbock-Bier und Portwein. Bei einem Besuch wird man so nur einen Bruchteil des Angebots testen können, aber ein zweiter, dritter, … Besuch lohnt sich immer.</p>
<p>Wichtig bleibt noch zu erwähnen, dass nur bar gezahlt werden kann, nicht mit Karte.</p>
<h3>Markgraf</h3>
<p>Das Markgraf in der Fischergrube 78 gehört zu den höherpreisigen Restaurants in Lübeck. Wer aber gutes Essen und hervorragenden Service schätzt, lässt sein Geld an der richtigen Adresse. Das Markgraf wurde deshalb schon von vielen Restaurantführern ausgezeichnet und empfohlen.</p>
<p>Der Speiseraum ist zwar nicht riesig, bietet aber dennoch genügend Platz, um auch mit einer Gesellschaft hier seinen Abschluss o.ä. zu zelebrieren. Die Räumlichkeiten haben schöne hohe Decken mit alten Balken. Auch das Tischambiente und die restliche Einrichtung sind stimmig.</p>
<p>Der Service ist sehr zuvorkommend und stellt sich gut auf den Gast an. Auch wenn man nicht täglich in solchen Restaurants verkehrt, kommt man sich nicht fehl am Platz vor. Obwohl einem sehr schnell nachgeschenkt wird, wenn das Glas leer ist und immer jemand zu Stelle ist, falls man eine Frage oder einen Wunsch hat, kommt einem der Service nie aufdringlich oder nervend vor. Man nimmt ihn fast nicht wahr. So sollte es überall sein.</p>
<p>Das Wichtigste ist aber natürlich das Essen und im Markgraf wird man nicht enttäuscht. Entweder man isst à la Carte oder man wählt einen der Menüvorschläge, bei dem man noch die Wahl zwischen der Anzahl der Gänge hat. Aber selbst bei den Menüs ist es kein Problem, einen Gang gegen ein anderes Gericht zu tauschen. Die Zubereitung und Qualität der verwendeten Produkte ist tadellos, vom Geschmack ganz zu schweigen.</p>
<p>Die kulinarische Richtung zu definieren ist nicht einfach. Am besten ist es wohl als deutsche gehobene Küche mit mediterranen Einflüssen zu bezeichnen. Als Geheimtipp empfiehlt sich das Überraschungsmenü. Für drei Gänge inkl. einem Glas Wein bezahlt man 35 €. Damit man nicht böse überrascht wird, kann man Unverträglichkeiten und Lebensmittel, die man nicht mag, vorher angeben. Dies gilt natürlich auch für alle anderen Gerichte.</p>
<p><span style="font-size: 15px; font-weight: bold;">Don Vito</span></p>
<p>In einem alten Turmgebäude an der Ecke Krähenstrasse/Rehderbrücke befindet sich etwas unscheinbar das italienische Restaurant Don Vito. Hier wird man meistens vom Chef persönlich empfangen, der auch gerne mal ein kleines Gespräch am Tisch beginnt und immer einen lockeren Spruch auf Lager hat. Wenn man den groben Inhalt der Karte aufzählt, wird jeder denken: typischer Italiener. Bruschetta, Pasta, Pizza. Es ist aber nicht nur der gute Geschmack, der diesen Italiener von anderen abhebt, sondern auch, dass es gerade nicht die typischen Pizza- und Pastagerichte sind, die hier serviert werden. Zutaten wie „in Prosecco gekochten Feigen mit Zimt“, Büffelmozzarella, Wildoregano, gebratene Spitzmorcheln, frische Trüffel oder eingelegte Auberginen findet man in anderen Pizzerien sehr selten. Gleiches gilt für die Bruschetta-Variationen und die Pastagerichte. Zudem schmeckt es auch noch. Das schlägt sich zwar leicht im Preis nieder, aber arm wird man trotzdem nicht.</p>
<p>Das Ambiente kann da leider nicht ganz mithalten. Zwar ist das Gebäude sehr schön, aber die dicken Mauern und kleinen Fenster lassen leider sehr wenig Licht ins Innere. Dafür ist es aber schön kühl. Ein paar Plätze gibt es auch draußen, aber dies nur auf Plastikstühlen direkt an der Straße. Dennoch sollte man sich davon nicht abschrecken lassen und hier mal eine etwas andere Pizza genießen.</p>
<p><span style="font-size: 15px; font-weight: bold;">Die Alte Mühle</span></p>
<p>Wer gut, aber nicht überteuert essen und dazu ein gutes Glas Wein trinken möchte, der ist in der Alten Mühle am Mühlendamm 24 richtig. Hier werden zu angemessenen Preisen (4,90–8,60 Euro) Flammkuchen mit verschiedensten Belägen serviert, darunter Kombinationen, auf die man wohl niemals selbst gekommen wäre, die aber alle ausgesprochen gut schmecken. Auch die Salate, zu denen selbstgebackenes Brot serviert wird, sind zu empfehlen. Abseits davon gibt es eine abwechslungsreiche Auswahl verschiedener weiterer Gerichte, die jeden einen Leckerbissen finden lassen. Den größten Teil der Karte nimmt jedoch der Wein ein: Bei einer Auswahl von 31 verschiedenen Weinen ist wirklich für jeden etwas dabei. All dies kann dann entweder im Garten am rauschenden Mühlenbach oder im urigen Mühlenhaus in gemütlicher Atmosphäre genossen werden. Leider hat die Alte Mühle nicht so viele Tische, sodass man für größere Runden rechtzeitig reservieren sollte. Dennoch: Die Alte Mühle ist mein Tipp des Sommers!</p>
<h3>Das Bellahoo und das Cargo</h3>
<p>Mit dem Bellahoo hat die dritte Lübecker Strandbar eröffnet. Es befindet sich auf dem Cargo, dem Party-Schiff an der Kanalstraße, das Ende des vergangenen Jahres seine Pforten geöffnet hat. Auf dem Deck des Schiffes kann man frei zwischen verschiedenen Entspannungsgraden wählen: zivilisiert am Tisch, entspannt auf Korbmöbeln mit großen Kissen oder einfach gechillt in Liegestühlen auf Sand. Dazu gibt es Getränke jeder Art, tolle Cocktails und mit Sicherheit Urlaubsfeeling. Genau wie in der darunter liegenden Cargo-Lounge gibt es auch im Bellahoo kleine Snacks, wie beispielsweise einen hervorragenden Flammkuchen.</p>
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<p><div class="media-credit-container aligncenter" style="width: 655px"><img class="size-medium wp-image-1947" title="HPIM1706" src="http://www.studentenpack.uni-luebeck.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/HPIM1706-645x490.jpg" alt="" width="645" height="490" /><span class="media-credit"><a href="http://www.studentenpack.uni-luebeck.de/index.php/author/himmelsbach/">Susanne Himmelsbach</a> | StudentenPACK.</span></div>&nbsp;</p>
<p>Und wenn der Abend in der Bar doch mal länger wird als geplant, kann man ihn auch ebenso gut im Bauch des Schiffes fortsetzen. Dort befindet sich nicht nur oben erwähnte Lounge mit Barbetrieb, sondern auch eine Disco mit zwei Floors. Hier gibt es meistens ein recht ansprechendes und abwechslungsreiches Programm für (fast) jeden Geschmack und manchmal sogar Live-Musik.</p>
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		<title>Sommer, Sonne und ein kleines bisschen meer</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Jul 2011 04:00:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sarah Sandmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Baden]]></category>
		<category><![CDATA[Schwimmen]]></category>

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		<description><![CDATA[Lübeck und das Wasser. Das gehört zusammen wie die Mensa und der Eisstand. Schon bei der Vorwoche werden einige von [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Lübeck und das Wasser. Das gehört zusammen wie die Mensa und der  Eisstand. Schon bei der Vorwoche werden einige von euch mit Sicherheit  Bekanntschaft mit der im Oktober doch recht frischen Trave gemacht  haben. Sie umfließt nicht nur unsere Altstadt-„Insel“, sondern verbindet  unser Hansestädtchen auch mit der Ostsee. Neben der Trave hat unsere  Lübecker Innenstadt jedoch auch noch den „Krähenteich“ zu bieten.  Außerdem schließt noch die Wakenitz an die Altstadt an und fließt bis in  den Hochschulstadtteil. Und wer sich schon einmal zu einer Fahrradtour  entlang der Wakenitz aufgemacht hat, der kennt wohl auch den von der  Wakenitz abzweigenden „Kleinen See“, kaum mehr als einen Kilometer von  der Uni entfernt.</p>
<p>Allein an der Wakenitz liegen insgesamt drei Naturbäder: das  Naturbad Marli, das Naturbad Eichholz „Kleiner See“ und das Naturbad  Falkenwiese. Doch auch an dem Krähenteich bietet sich die Möglichkeit,  in dem seit 2001 wiedereröffneten „Altstadtbad Krähenteich“ quasi mit  „mit einem Hauch von Geschichte“ schwimmen zu gehen. Dieses Jahr feiert  das Altstadtbad sein 111-jähriges Jubiläum. Zusätzlich zu diesem Angebot kann Lübeck jedoch auch noch mit zwei  Freibädern (Freibad Moisling und Freibad Schlutup) aufwarten sowie mit  insgesamt drei Hallenbädern. Dem Zentralbad in der Lübecker Innenstadt,  dem Sportbad St. Lorenz und dem Schwimmbad Kücknitz.</p>
<p>Neun Schwimmbäder in den verschiedensten Stadtteilen von Lübeck  und zusätzlich steht gerade die beste Zeit zum Schwimmengehen vor der  Tür. Das war für uns Anlass genug, über die verschiedenen Bäder für euch  mal ein paar Informationen zusammenzustellen, damit euer nächster  Ausflug auch kein Reinfall wird.</p>
<p>Die tabellarische Übersicht über den Vergleich von Lübecks Hallen-, Frei- und Naturbädern findet ihr in unserer aktuellen Ausgabe. Klickt einfach auf den Link auf der rechten Seite.</p>
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<div id="attachment_1970" class="wp-caption aligncenter" style="width: 655px"><a rel="attachment wp-att-1970" href="http://www.studentenpack.uni-luebeck.de/index.php/2011/07/sommer-sonne-und-ein-kleines-bisschen-meer/kleiner-see-6/"><img class="size-medium wp-image-1970 " title="Mitten im Grünen kann man am &quot;Kleinen See&quot; fernab vom Alltagsstress mal so richtig ausspannen." src="http://www.studentenpack.uni-luebeck.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/Kleiner-See-6-645x483.jpg" alt="" width="645" height="483" /></a><p class="wp-caption-text">Mitten im Grünen kann man am &quot;Kleinen See&quot; fernab vom Alltagsstress mal so richtig ausspannen. Foto: Sarah Sandmann</p></div>
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<h2>Ein Schwimmbad finanziert sich nicht von selbst</h2>
<p>Für einen sportlichen Tag zum Ausspannen zwischen zwei Klausuren oder  für einen faulen Tag am Ufer der Wakenitz in den Sommer-Semesterferien  hat unsere Hansestadt also einiges zu bieten. Doch drei Hallenbäder,  zwei Freibäder und vier Naturbäder in einer einzigen Stadt mit gut  200.000 Einwohnern, die die Ostsee quasi vor der Haustür liegen hat,  wirkt schon ein wenig dekadent.</p>
<p>Auch wenn im Jahr 2010 insgesamt mehr als 400.000 Besucher  alleine in den drei Hallenbäder sowie den Freibädern Schlutup und  Moisling verzeichnet werden konnten, reicht diese Besucherzahl nicht  aus, um Lübecks Schwimmbädern aus den roten Zahlen zu helfen. Die  Einnahmen beliefen sich im letzten Jahr auf 1,2 Millionen Euro. Diese  werden von den notwendigen Ausgaben jedoch mehr als übertroffen. So  rechnet Sieglinde Schüssler, Direktorin der „Lübecker Schwimmbäder“,  damit, dass „für 2011 ein Defizit der Bäder in Höhe von 4.180.000,&#8211;€“  eingeplant werden muss. Folglich können die Lübecker Schwimmbäder nicht  ohne städtische Zuschüsse überleben. Im Vergleich zu den anderen Bädern der Stadt weist das Sportbad  St.Lorenz noch den höchsten Grad an Wirtschaftlichkeit auf. Grund dafür  ist, dass es, abgesehen von den drei Wochen während der Sommerferien, in  denen es reinigungsbedingt geschlossen ist, das ganze Jahr über  geöffnet ist. Die 50m-Bahnen, die eine echte Rarität sind, machen das  Bad attraktiv für überregionale und internationale Wettkämpfe. Zu der  Gesamtzahl an Besuchern steuert das Sportbad annähernd 50% bei.</p>
<p>Relativ gering im Vergleich dazu erscheinen die Besucherzahlen  der Freibäder. Nicht einmal 25.000 Badegäste konnte das Freibad Moisling  im letzten Jahr verzeichnen, obwohl es für fünf Monate geöffnet war.  Schuld daran war wohl das Wetter. Denn wer schwimmt schon gerne draußen  an einem kalten, grauen Septembertag. Die Fixkosten werden dadurch  jedoch nicht vermindert. Ob Besucher kommen oder nicht. So attraktiv  Freibäder also auf die Besucher auch wirken, so unattraktiv sind sie für  die Betreiber.</p>
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<h2>Nicht alle Betreiber sind gleich</h2>
<p>Von den Freibädern und den Hallenbädern, die von „Lübecker  Schwimmbäder“, einem Eigenbetrieb unserer Hansestadt, unterhalten  werden, sind die drei Naturbäder und der Krähenteich klar abzugrenzen.  Für ihren Erhalt und Betrieb kommt der Gemeinnützige Verein Naturbäder  Lübeck e.V., bzw. der Förderverein Altstadtbad Krähenteich auf. Seit dem  Jahr 2005 liegt die Verantwortung für die Naturbäder bei dem  Zusammenschluss von insgesamt drei Vereinen (ursprünglich einer pro  Naturbad), der damit unsere Hansestadt abgelöst hat, die zuvor auch noch  Träger dieser Bäder war.</p>
<p>Heute engagiert sich der Gemeinnützige Verein besonders dafür  „die an der Wakenitz liegenden […] Flussbäder auch für zukünftige  Generationen zu erhalten, Denkmalpflege zu betreiben, den Schwimmsport  und die Gesundheit zu fördern“, worauf man auf ihrer Internetseite  hingewiesen wird. Und diese Ziele verfolgen sie offensichtlich recht  erfolgreich. Noch im Jahr 2001 mussten die Naturbäder im Sommer  zeitweilig geschlossen werden, da eine plötzlich auftretende  Blaualgenblüte das Baden zu gefährlich gemacht hat. Blaualgen, die in  Wirklichkeit gar keine Algen sondern Bakterien sind, können durch ihre  rasante Vermehrung innerhalb kürzester Zeit in einem Gewässer an einem  warmen Sommertag auftreten, wenn besonders viele Nährstoffe in dem  Wasser enthalten sind. Schuld daran sind meistens Bauern, die ihre am  Flussufer gelegenen Felder zu stark düngen. Bei einem Regenschauer  werden die überschüssigen Nährstoffe dann direkt in den Fluss gespült.  Da es sich bei über 80% des Wassereinzugsgebietes der Wakenitz um  landwirtschaftlich genutzte Fläche handelt, dürfte die Blaualgenblüte im  Jahr 2001 nicht unbedingt verwunderlich erscheinen.</p>
<p>Direkte schädliche Auswirkungen der Blaualgen gehen von den  Toxinen aus, die manche Arten von ihnen produzieren. Diese Gifte können  bei Menschen bei Kontakt Reizungen von Haut, Schleimhaut und Augen sowie  Entzündungen auslösen. Beim Verschlucken von Blaualgen kann es sogar zu  Übelkeit, Durchfall und Erbrechen kommen. Doch auch für das Gewässer  selbst bringen Blaualgen unangenehme Folgen mit sich. Sterben die großen  Mengen an Bakterien ab, werden sie in einem sauerstoffverbrauchenden  Prozess abgebaut. Sauerstoffmangel ist die unmittelbare Folge davon, die  zum massiven Fischsterben führen kann. Die Wasserqualität wird durch  eine Blaualgenblüte somit erheblich vermindert.</p>
<p>An diesen Vorfall von vor zehn Jahren erinnern jetzt jedoch nur  noch recht verstaubte Tafeln an den Naturbädern, die Anweisungen für das  Verhalten im Falle einer plötzlich auftretenden Blaualgenblüte geben.  Um die Sicherheit der Badegäste zu gewähren, wird alle zwei Wochen das  Wasser jedoch genau untersucht. So konnte der Gemeinnützige Verein, der  für Lübecks Naturbäder verantwortlich ist, über die letzten Jahre  sicherstellen, dass „die Wakenitz bei Wasserproben nur einwandfreie  Ergebnisse in der höchsten Qualitätsklasse“ lieferte.</p>
<p>Bei all diesen ehrgeizigen Zielen, die der Verein verfolgt, kommt  man aber nicht drum herum zu bemerken, mit was für geringen  Eintrittspreisen, im Vergleich zu den städtisch betriebenen  Schwimmbädern, die Realisierung offensichtlich zu finanzieren ist.  Denkmalspflege und Co. für 1,50€ pro Person gegenüber 4,00€, ein Betrag,  der lange noch nicht ausreicht, um die Ausgaben zu decken.</p>
<p>Klar, 4,00€ sind auch noch kein Weltuntergang. Laut Sieglinde  Schüssler ist dieser Eintrittspreis „für einen Erwachsenen ohne  Zeitlimit immer noch sehr günstig, wenn Sie den Preis […] mit sonstigen  Freizeitaktivitäten vergleichen“. Eigentlich gibt es diesen „günstigen  Preis“ aber erst seit 2010. Als Maßnahme gegen die finanzielle Misere,  in der sich die Lübecker Hallen- und Freibäder befinden, wurden in dem  Jahr die Eintrittspreise erhöht. Darauf haben die Lübecker reagiert und  sind schlicht und einfach weniger schwimmen gegangen. Insgesamt wurden  etwa 30.000 Besucher weniger gezählt als noch im Vorjahr. Von langer  Dauer ist solch ein Trend nach einer Tariferhöhung jedoch nicht. Schon  für die ersten fünf Monate dieses Jahres, für die bereits die  Besucherzahlen vorliegen, lässt sich wieder eine Zunahme des  Besucherstroms erkennen. Aber was für eine andere Möglichkeit hat man  auch im Winter. Die günstigeren Naturbäder sind geschlossen und für  einen alternativen Kinobesuch oder Vergleichbares zahlt man gut und  gerne mehr als das Doppelte.</p>
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<div id="attachment_1974" class="wp-caption aligncenter" style="width: 655px"><a rel="attachment wp-att-1974" href="http://www.studentenpack.uni-luebeck.de/index.php/2011/07/sommer-sonne-und-ein-kleines-bisschen-meer/zentralbad/"><img class="size-medium wp-image-1974 " title="Zentralbad" src="http://www.studentenpack.uni-luebeck.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/Zentralbad-645x429.jpg" alt="" width="645" height="429" /></a><p class="wp-caption-text">Das Lübecker Zentralbad wurde 2005 von grundauf saniert. Quelle: Zentralbad</p></div>
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<h2>Überall lauern Kosten</h2>
<p>Wenn man Ausgaben und Einnahmen der Schwimmbäder vergleicht, so zeigt  sich doch, dass die Preiserhöhung keinem reichen Betreiber zugutekommt,  sondern schlichtweg das Überleben der Bäder sichern soll.</p>
<p>Eine immense Summe verschlingen die Gehälter der Angestellten.  Ganze drei Millionen Euro müssen dafür pro Jahr kalkuliert werden. Hinzu  kommen noch die Kosten für die Reinigung des Wassers, wie auch des  Beckens. Alle vier Wochen lassen die Lübecker Schwimmbäder ihre  Wasserqualität durch ein Hygieneinstitut untersuchen. Um den gegenwärtig  hohen Standard dauerhaft aufrecht zu halten, sind teure Techniken im  Einsatz, die auch gut gepflegt werden wollen. Und weil den Betreibern  das noch nicht genügt, werden alle drei Hallenbäder, wie ihr im direkten  Vergleich nachlesen könnt, jedes Jahr für drei Wochen geschlossen  (natürlich zeitversetzt). Die Zeit wird dafür genutzt das komplette  Wasser aus den Becken zu lassen, die Becken und Hallen grundzureinigen  und auszubessern und auch die Technik, wo es anfällt, zu reparieren.  Dass solche grundlegenden Arbeiten während des Betriebs nicht  realisierbar sind, erscheint ebenso logisch wie auch die Wahl der  Sommerferien als Zeitpunkt für die Schließung der beiden größten  Hallenbäder, dem Zentralbad und dem Sportbad St.Lorenz. Schließlich  haben die Freibäder in genau dieser Zeit Hochbetrieb und können als  Alternative herhalten. So werden die Kosten, die die dreiwöchige  Schließung mit sich bringt, noch relativ gering gehalten, auch wenn  „Personal- und Sachkosten, auch wenn ein Bad geschlossen ist,  weiter[laufen]“, wie Sieglinde Schüssler betont. Alles in allem muss für  Wärme, Strom, Wasser und Abwasser rund eine Million Euro pro Jahr  ausgegeben werden. Tendenz, aufgrund der steigenden Energiepreise,  leider steigend.</p>
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<h2>Sanieren oder nicht sanieren – das ist hier die Frage</h2>
<p>Es ist nun neun Jahre her, seitdem die Lübecker Bäder nicht mehr im  Besitz der Stadt sind, sondern von dem Eigenbetrieb „Lübecker  Schwimmbäder“ unter der Leitung von Sieglinde Schüssler geführt werden.  Damals wurden „völlig überalterte und marode Bäder übernommen“. Ein  regelrechter „Sanierungsmarathon“ startete im Jahr 2003. Die komplette  Neugestaltung des Freibades Schlutup wurde in die Hand genommen und  durch die Mithilfe des Gemeinnützigen Vereins Lübeck-Schlutup e.V., der  in einer Sammelaktion 844.000€ für die Sanierung aufgebracht hat, am 17.  Mai erfolgreich beendet. Das zweite Etappenziel wurde im Dezember 2005  erreicht. Die Entkernung und Neugestaltung des Zentralbades wurde für  insgesamt rund 3,5 Millionen Euro realisiert. Die dritte Etappe führte  die Bauunternehmen und Architekten zum Schwimmbad Kücknitz. Hier wurde  von den Umkleiden bis zum Schwimmbecken quasi alles erneuert und  saniert. Nachdem 1,5 Millionen Euro ausgegeben worden waren, konnte das  Bad pünktlich zum 1. August 2008 wieder eröffnet werden. Und zwar sogar  ziemlich wortwörtlich. Das Schwimmbad besitzt seit der Sanierung eine  Schiebetür entlang der Längsseite des Beckens, die im Sommer fast  komplett geöffnet werden kann und so eine Integration der Liegewiese  ermöglicht.</p>
<p>An dieser Stelle gönnt sich die Sanierung gerade eine kleine  Ruhepause, doch Pläne für 2012 gibt es bereits. Stimmt die Bürgerschaft  zu, wird ab 2012 die Sanierung des Freibades Moisling, inklusive  Solaranlage, in Angriff genommen werden. Das hierbei nachwievor  vorherrschende Problem stellt jedoch die Finanzierung solcher Pläne dar.  Die Arbeiten, die zur Bestandserhaltung und Gebäudeunterhaltung dienen,  gelten nach dem Handelsrecht nicht als Investitionen. Daher sind sie  aus dem laufenden Budget zu bezahlen. Alles was jedoch über den direkten  Ersatz von Vorhandenem herausgeht, ist sehr wohl eine Investition vor  dem Gesetz und muss dementsprechend über Darlehen finanziert werden, da  hier keine unterstützenden Zuschüsse von der Stadt gezahlt werden. Doch  für jedes Darlehen müssen Zinsen gezahlt werden, ebenso Tilgungen. Im  schlimmsten Fall arbeitet sich das sanierte Schwimmbad durch die  Investitionen also nur noch weiter in die finanzielle Schieflage. Noch  ist nicht klar, auf was für eine Summe sich die Kosten für die Sanierung  des Freibades Moisling belaufen werden, da, laut Sieglinde Schüssler,  „ein hoher Reparaturaufwand besteht, den man ganz schlecht kalkulieren  kann“.</p>
<p>Verbleibt als Fünfter im Bunde das Sorgenkind, das Sportbad  St.Lorenz. Eine Grundsanierung ist unumgänglich, darüber sind sich alle  Beteiligten einig. Doch die Realisierung wirft große Probleme auf. Im  Gegensatz zu den anderen Bädern ist eine längerfristige Schließung des  Sportbades ausgeschlossen. Der Vereinssport sowie auch der Schulsport in  Lübeck sind auf das Bad angewiesen und können nicht einfach  „ausquartiert“ werden. Außerdem sind die Kosten für die Sanierung so  hoch, dass auf die Einnahmen aus den Besucherströmen eigentlich gar  nicht verzichtet werden kann. Weiterhin planen die Verantwortlichen, das  Dach des Sportbades mit Solarthermie zu nutzen, um so die Stromkosten  langfristig zu senken. Das ist allerdings erst in 15 Jahren möglich, da  das Dach gegenwärtig noch an einen privaten Pächter vermietet ist.  Weiterhin sind auch immense Umbauten geplant, die einen großen  Arbeitsaufwand mit sich bringen, wie zum Beispiel der Einbau einer  Schiebetür, wie sie bereits bei dem Schwimmbad Kücknitz zum Einsatz  kommt. Insgesamt wird es wohl mehrere Jahre dauern, bis der  „Sanierungsmarathon“ mit dem Sportbad St.Lorenz ein Ende gefunden hat.</p>
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<h2>Was bringt die Zukunft?</h2>
<p>Die „Lübecker Schwimmbäder“ sehen sich dazu berufen, den „Spagat  zwischen Verantwortung und Freizeitangebot“ zu meistern. Für Sieglinde  Schüssler sind die Bäder „gerne genutzte Dienstleister“, in denen  Schwimmen und Schwimmarten erlernt werden können, Wettkämpfe ausgetragen  werden, gesundheitsbewusste Menschen Sport betreiben, aber auch  Familien einen „gerne genutzten Ferien- und Urlaubsersatz“ finden  können. Um das Freizeitangebot von Schwimmbädern in Zukunft zu  erweitern, sollen in absehbarer Zeit Turngeräte auf den Rasenflächen vor  dem Sportbad St.Lorenz zum Einsatz kommen. Weiterhin sind zusätzliche  Angebote für die Liegewiesen geplant, wie zum Beispiel Bewegungskurse.</p>
<p>Die Schließung eines der drei Hallenbäder in Lübeck steht trotz  der ernsten finanziellen Lage nicht zur Debatte. Einerseits würden so  Vereine ihrer Wettkampfstätten beraubt werden, andererseits wäre Lübeck  damit um eine Freizeitaktivität für Familien ärmer. Da alle Hallen in  unterschiedlichen Stadtteilen unserer Hansestadt liegen, weisen sie auch  alle einen unterschiedlichen Einzugsbereich auf. Eine Schließung würde  nicht zuletzt auch viele Frühschwimmer um die Möglichkeit eines  morgendlichen Sprungs ins kühle Nass berauben, da die alternativen  Hallen zu weit entfernt sind.</p>
<p>Auch eine saisonale Schließung eines Hallenbades erscheint den  Betreibern eher kontraproduktiv als nützlich zu sein. Zwar weisen die  Freibäder in den Sommermonaten einen immensen Besucheransturm auf, doch  können die Hallenbäder ihre Besucherzahlen das ganze Jahr über relativ  konstant halten. Die Schließung für zwei oder drei Monate würde also  mehr Kosten als Nutzen mit sich bringen.  Ein Problem, mit dem alle Schwimmbäder in den Sommermonaten konfrontiert  werden, stellt der personelle Engpass dar. Die ganzjährlich  beschäftigten Arbeitskräfte müssen für die arbeitsintensiven  Sommermonate auf die Frei- und Hallenbäder verteilt werden, während sie  sie den Rest des Jahres lediglich in den Hallenbädern arbeiten.  Allerdings plant Sieglinde Schüssler, wenn die an erster Stelle stehende  Sanierung der Bäder abgeschlossen ist, die „Einstellung von Saison- und  Honorarkräften statt festen Mitarbeitern“. Doch schon heute wird das  fest angestellte Personal bereits durch „Patenschaften“ und „Bad-Engel“  unterstützt. Das sind ehrenamtliche Mitarbeiter, die sowohl Gäste als  auch zusätzliche Angebote im Bad betreuen, bzw. unterstützen.</p>
<p>Auf lange Sicht ist geplant, dass die Lübecker Schwimmbäder noch  mehr Besucher anziehen und dabei optimal genutzt werden sollen, um die  Einnahmen des Betreibers zu steigern und die zurzeit noch notwendigen  Zuschüsse zu vermindern. Dazu sollen ein positives Klima, das von den  Mitarbeitern verbreitet wird, indem sie die Besucher „freundlich und  zuvorkommend behandeln“, sowie durch die fortwährende Modernisierung der  Bäder und das Beseitigen von Kostentreibern beitragen. Die Möglichkeit,  dass nach der Preiserhöhung von 2010 die Besucher für die Steigerung  der Einnahmen in absehbarer Zeit erneut noch stärker zur Kasse gebeten  werde, ist nicht sehr wahrscheinlich. Jedenfalls geht Sieglinde  Schüssler nicht davon aus, „dass sich in absehbarer Zeit in unserem  Preistarif etwas ändert“. Stattdessen dürfen wir uns weiterhin über die  Vergünstigung freuen, die der „Lübeck-Pass“ mit sich bringt. Nicht nur  Zivildienstleistende und Arbeitslose können ihn beantragen, sondern auch  diejenigen unter euch, die BAFöG beziehen. Mit dieser Karte habt ihr  dann die Möglichkeit zukünftig nur noch 50% des regulären  Eintrittspreises in allen Lübecker Schwimmbädern zahlen zu müssen.</p>
<p>Bleibt an dieser Stelle eigentlich nur noch eine Frage unbeantwortet: In welches Schwimmbad geht&#8217;s zuerst?</p>
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		<title>Lookin&#8217; for Freedom</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Jun 2011 20:32:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sarah Sandmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Carsharing]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer kennt das nicht? Das Wochenende steht bevor, die eigenen Pläne sind groß, doch das Budget ist klein. Eine etwas [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wer kennt das nicht? Das Wochenende steht bevor, die eigenen Pläne  sind groß, doch das Budget ist klein. Eine etwas weitere Reise  unternehmen, eine fremde Stadt besuchen oder einfach nur ein Wochenende  im „Hotel Mama“ verbringen. Das wäre doch mal eine schöne Abwechslung  vom Unialltag. Aber wie realisiert man solche Pläne am besten?</p>
<h2>Die Reise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln</h2>
<p>Das Fahrrad, das steht außer Frage, scheidet aus. Am sinnvollsten  erscheint es daher, auf die öffentlichen Verkehrsmittel auszuweichen.  Die Busse dürfen wir in Lübeck mit unserem Semesterticket immerhin  kostenlos benutzen. Natürlich, mit Gepäck ist so eine Busreise nicht  immer angenehm. Nicht selten stellt sich während der Fahrt, eingeklemmt  zwischen einem Rollator und einem Kinderwagen, das berühmte Gefühl einer  Sardine in der Büchse ein. Aber immerhin gelangt man so, vorausgesetzt  man plant nicht früh morgens oder spät abends einen Bus zu nehmen, zum  Lübecker Bahnhof, von wo die Reise weitergehen kann.</p>
<div id="attachment_1338" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><div class="media-credit-container aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1338" title="4592413856_3b67a8f630" src="http://www.studentenpack.uni-luebeck.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/4592413856_3b67a8f630.jpg" alt="Heute wird geteilt. Fotograph" width="500" height="375" /><span class="media-credit">lordgurke (flickr)</span></div><p class="wp-caption-text">Heute wird geteilt. Fotograph</p></div>
<p>Doch auch eine Zugfahrt verläuft nicht immer stressfrei. Obwohl  es BahnCards zu speziellen Studententarifen gibt, ist die Fahrt mit  einem Zug recht teuer. Weiß man bereits im Voraus, wann man verreisen  will, hat man zwar die Möglichkeit, ein günstiges Ticket über das  Internet zu ergattern, doch ist dieses Kontingent meistens schnell  erschöpft. Plant man eine spontane Reise anzutreten, so hat man keine  Chance, noch ein Ticket zum Spartarif zu erstehen.</p>
<p>Weiterhin ist man in Zügen oft mit dem gleichen  „Sardinenbüchsen-Problem“ konfrontiert, mit dem man schon im Bus  Bekanntschaft machen durfte. Ohne Sitzplatzreservierung muss man sich  zwangsläufig mit seinem Gepäck durch die engen Gänge zwängen, in der  Hoffnung, irgendwo noch ein kleines freies Plätzchen zu erhaschen.  Danach geht die Suche weiter, nun nach einem sicheren Platz für das  eigene Gepäck. Die Ablagen über den Sitzen sind klein, in der Regel voll  und für die weiblichen Reisenden nicht selten schwer zu erreichen. Die  Gepäckablagen am Abteilanfang und –ende stellen da nur eine suboptimale  Lösung des Gepäckproblems dar. Abgesehen davon, dass auch diese Ablagen  meistens überfüllt sind, hat man während der Fahrt häufig nur einen  schlechten Blick auf seine Reisetasche.</p>
<p>Hat man dagegen erst einmal einen guten Platz für sich und sein  Gepäck gefunden, kann man sich häufig nicht entspannt zurücklehnen,  sondern muss am nächsten Bahnhof schon wieder umsteigen. Und während man  so an dem kalten Bahnsteig steht und wartet, dass der „in Kürze“  einfahrende Zug sich endlich zeigt, hofft, dass sich die Bahnmitarbeiter  nicht zu einem neuen spontanen Streik durchgerungen haben und dass es  keine wetterbedingten Zugausfälle gibt, wächst der Wunsch nach  Unabhängigkeit, Freiheit und Mobilität.</p>
<h2>Carsharing könnte die Lösung sein</h2>
<p>Ein Auto. Das wäre definitiv eine Möglichkeit, um sich von den  Unannehmlichkeiten, die die öffentlichen Verkehrsmittel mit sich  bringen, zu befreien. Laut einer Studie des ADAC sind in Deutschland  ganze 57 Millionen Autos zugelassen. Das bedeutet, dass mehr als acht  von zehn Haushalten über ein eigenes Auto verfügen. Der „New Scientist“  hat allerdings herausgefunden, dass jedes dieser Autos pro Tag lediglich  eine gute Stunde lang gebraucht wird. Die restlichen 23 Stunden des  Tages bereitet es seinem Halter nur Kosten und natürlich die Freude, ein  eigenes Auto in der Einfahrt stehen zu haben.  Sprit, Kfz-Steuer, Versicherung, Kosten für den TÜV, kleinere  Reparaturen, Reifen und nicht zuletzt auch der Wertverlust des Autos mit  der Zeit, das alles führt dazu, dass von den Studenten, laut  Focus-Online, nur weniger als jeder Dritte ein eigenes Auto besitzt. Die  Sehnsucht nach Unabhängigkeit von den öffentlichen Verkehrsmitteln,  wenigstens an einigen Tagen, besteht jedoch nach wie vor. Und so könnte  das Modell des „Carsharings“ die perfekte Lösung für Studenten  darstellen.</p>
<p>Doch was genau ist eigentlich „Carsharing“? Das Wort selbst legt  ja schon einmal nahe, dass es sich um das Teilen eines Autos handelt. Im  Grunde genommen trifft das die Idee von „Carsharing“ schon ganz gut.  Ursprünglich wurde das Konzept entwickelt, um unsere Umwelt zu schützen  und den CO2-Ausstoß zu vermindern. Das „Gemeinschaftsauto“, an einem  zentralen Punkt geparkt, sollte gleich von mehreren Leuten genutzt  werden und somit für zusätzliche Mobilität im Leben eines jeden sorgen.  Von vielen Leuten wurde dieses Konzept allerdings als „Öko-Kram“  abgetan.</p>
<p>Zunehmend ist der Trend von einem Gemeinschaftsauto für mehrere  Personen allerdings zu einem Auto für nur eine Person gegangen, das sich  für einen kurzen Zeitraum, beispielsweise nur wenige Stunden, mieten  lässt. Die Vermietung wird dabei über eine „Carsharing-Organisation“  abgewickelt. Diese unterhält die Autos, die auf zentral gelegenen  Parkplätzen für die Mieter bereitstehen. Im Grunde genommen wird dabei  allerdings die zunehmende Verstopfung unserer Straßen mit Autos nur noch  weiter gefördert, anstatt zu einer Entlastung beizutragen.</p>
<p>Ein wichtiges Charakteristikum dieses klassischen „Carsharings“  ist, dass die Berechtigung, ein Auto anzumieten, mit einer  Mitgliedschaft bei der entsprechenden Organisation einhergeht. Diese ist  nicht selten mit einer Anmeldegebühr von 30 bis 100 € pro Fahrer  verbunden. Zusätzlich fordern einige Organisationen noch einen  monatlichen Beitrag (2 bis 32 €) ein. „StattAuto“, die einzige  „Carsharing-Organisation“ in Lübeck, verlangt von seinen Kunden außerdem  noch eine Kaution von 500 €.</p>
<p>Aus welchen Anteilen sich die Mietkosten für ein Auto  zusammensetzen, ist abhängig von der entsprechenden Organisation.  Beispielsweise zahlt man bei „stadtmobil carsharing“ und auch bei  „StattAuto“ einen so genannten Zeittarif und zusätzlich noch einen  Kilometertarif. Letzteren kann man quasi als „Tankpauschale“ betrachten,  da die „Carsharing-Organisation“ hier die Tankkosten übernimmt. Der  Zeittarif ist abhängig von dem gemieteten Auto und natürlich der  Zeitspanne, über die man das Auto mietet.</p>
<p>Anders ist die Zahlung bei „car2go“ geregelt. Die Organisation  bietet zwar ausschließlich Smarts an, dafür zahlt man allerdings auch  nur für jede Minute, die man wirklich gefahren ist. Die Benzin- und  Parkkosten sind inklusive, monatliche Beiträge gibt es nicht, eine  Kaution muss nicht hinterlegt werden. Allerdings kann man die in Hamburg  verfügbaren Smarts nur für maximal 48 Stunden mieten.</p>
<p>Ein Problem für uns in Lübeck stellt sicherlich unsere  Abhängigkeit von „StattAuto“ dar. Ohne ortsansässige Konkurrenz bestimmt  eine einzige „Carsharing-Organisation“ den Markt und bietet uns keine  Möglichkeit, um den 500 € Kaution, den 100 € Anmeldegebühr und den  monatlichen Beiträgen zu entkommen. Doch seit etwa einem halben Jahr  beginnt sich ein ganz neues Netzwerk in ganz Deutschland aufzubauen, das  uns schon bald eine Alternative bieten könnte.</p>
<h2>Privates Carsharing als Alternative</h2>
<p>Das Zauberwort lautet hier „privates Carsharing“. Als Vorreiter und  Marktführer auf dem Gebiet gilt dabei ein kleines Unternehmen namens  „tamyca“ (take my car), das erst seit August letzten Jahres existiert.  Es wurde zum Teil sogar von Studenten gegründet, die sich der üblichen  Probleme mit dem öffentlichen Verkehr und den klassischen  „Carsharing-Organisationen“ bewusst waren. Daher haben sie das  klassische Konzept überarbeitet und ein neues, attraktiveres Modell für  Studenten ohne, aber auch für diejenigen unter euch mit Auto erstellt.</p>
<p>Die grundlegendste Änderung im Vergleich zum klassischen  „Carsharing“ besteht darin, dass es keine Organisation gibt, die selbst  Autos besitzt und diese ihren Kunden zur Verfügung stellt. Stattdessen  ist „tamyca“ lediglich eine Internetplattform, auf der jeder  Autobesitzer sich mit seinem Auto registrieren kann. Dieser kann dort  individuell festlegen, wie viel es kosten soll, das betreffende Auto für  vier Stunden, einen Tag und für eine Woche zu mieten. In der Regel  liegen die Preise für einen Tag zwischen 10 und 50 €. Weiterhin werden  die Zeiträume oder auch nur einzelne Tage festgelegt, an denen das Auto  gemietet werden kann.</p>
<p>Gibt es einen Interessenten für ein Auto, so nimmt dieser mit dem  entsprechenden Besitzer direkt Kontakt auf. Mit diesem kann abgestimmt  werden, wann und wo genau das Auto abgeholt und zurückgegeben wird. Der  Besitzer wird vorher über die Länge der Strecke aufgeklärt, die ein  Mieter mit dem Auto beabsichtigt zu fahren. Wird diese Anzahl  überschritten, muss der Mieter pro zusätzlichen Kilometer zahlen  (mindestens zehn Cent). Um den Vermieter vor sämtlichen  Unannehmlichkeiten zu schützen, falls es durch den Mieter zu einem  Unfall kommt, greift eine spezielle Vollkaskoversicherung.</p>
<p>Die Kosten für den Mieter setzen sich bei „tamyca“ im Regelfall  nur aus dem Mietpreis für das betreffende Auto, Geld für den  verbrauchten Sprit und 7,50 € pro Tag als Gebühr für die Plattform  „tamyca“ zusammen. Zwar muss man, um ein Auto vermieten oder mieten zu  können, bei „tamyca“ angemeldet sein, doch ist diese Anmeldung  kostenlos. Einen monatlichen Beitrag gibt es nicht, eine Kaution muss  nicht hinterlegt werden.</p>
<p>Grund für dieses verhältnismäßig preiswerte Angebot ist, dass das  Unternehmen „tamyca“ selbst mit nur sehr geringen Fixkosten  konfrontiert ist. Es müssen keine neuen Autos gekauft werden, keine  Parkplätze angemietet werden, keine Tankkosten für die Mieter übernommen  werden. Im Prinzip zahlt jeder Mieter nur, was er auch wirklich selbst  verbraucht und muss nicht für die Kosten aufkommen, die eine  Organisation normalerweise auf seine Kunden umlegt. Im Allgemeinen ist  der Mieter also mit deutlich geringeren Kosten konfrontiert, als wenn er  bei einem der klassischen „Carsharing-Organisationen“ ein Auto mieten  würde.</p>
<p>Einen weiteren Vorteil von „tamyca“ stellt die Verfügbarkeit von  Autos dar. Obwohl die Plattform erst seit Oktober tatsächlich aktiv ist,  werden bereits jetzt in großen Teilen Deutschlands viele Autos zur  temporären Anmietung zur Verfügung gestellt. Sogar in Kappeln, einer  Kleinstadt mit weniger als 10.000 Einwohnern, wird bereits ein Fiat zur  Vermietung angeboten. Leider ist Lübeck zurzeit noch ein gänzlich  unbeschriebenes Blatt, was das Angebot von Autos betrifft. Im Moment  kann man nur in Kiel, Hamburg und Wismar Autos mieten.</p>
<p>Natürlich ist es auch eine Frage des Vertrauens, einer  wildfremden Person sein Auto zu überlassen. Das sieht auch Michael  Minis, Geschäftsführer der tamycaGmbH, ein. „Natürlich können wir  verstehen, dass […] sich manche Menschen erst an den Gedanken, ihr Auto  zu teilen, gewöhnen müssen.“ Wenn tatsächlich etwas passieren sollte,  kann man sich zwar auf die Versicherung stützen, doch es fällt schwer zu  glauben, dass dies gänzlich ohne Unannehmlichkeiten für den Vermieter  ablaufen soll. Auch werden nicht alle Schäden an einem Auto zwangsläufig  durch einen Unfall verursacht, beispielsweise eine starke Verschmutzung  durch den Mieter. Doch für solch einen Fall gibt es das so genannte  Rückgabeprotokoll. Dort wird die Verschmutzung erfasst und der Mieter  muss für die Kosten aufkommen.</p>
<p>Problematisch könnte jedoch weiterhin die Koordinierung der  Automietung sein. Besonders die klassischen „Carsharing-Organisationen“  schreiben sich auf ihre Fahnen, dass man nur zu ihren Fuhrparks kommen  braucht, sich ein Auto aussucht und dieses via Chipkarte spontan mietet.  Da gleicht der Weg über das Internet, wie es bei „tamyca“ der Fall ist,  einem langen, umständlichen Umweg. Doch dabei handelt es sich ganz  offensichtlich um ein Vorurteil. Wie Michael Minis betont gibt es „Fälle  wo eine Anmietung innerhalb einer halben Stunde vor Fahrtantritt  erfolgt“. In der Regel erfolgt die Anfrage bei einem Vermieter  allerdings etwa zwei Stunden im Voraus.</p>
<p>Ein großer Vorteil von „tamyca“ in diesem Zusammenhang stellt  zweifelsohne die völlige Unabhängigkeit des Portals von gewöhnlichen  Öffnungszeiten dar. Ob am Tag oder in der Nacht, am Wochenende oder  unter der Woche, ein Auto kann jederzeit abgeholt und zurückgebracht  werden, sowie Vereinbarungen zwischen Mieter und Vermieter getroffen  werden. In Fuhrparks werden die Pforten dagegen häufig schon um 18 Uhr  in der Woche geschlossen und bleiben dies auch nicht selten das ganze  Wochenende über.</p>
<p>Michael Minis ist überzeugt von „tamyca“ und dem Konzept:  „Menschen verbinden, Ressourcen schonen und die Individualmobilität  nachhaltig gestalten“. Die Gesamtanzahl der Autos auf unseren Straßen  ist hoch genug, um jedem Einwohner Mobilität zu garantieren. Es kommt  lediglich auf eine sinnvolle Koordinierung an, was die Verfügbarkeit der  Autos betrifft. Wenn es gelingt ein dichtes Netzwerk aufzubauen, über  das Gelegenheits-Autofahrer in einem quasi nachbarschaftlichen Kontakt  zueinander stehen, dann, so glaubt Michael Minis, „können wir die  Bedenken minimieren“.</p>
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		<title>Nanu? Ein Nandu?</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Jun 2011 07:48:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dennis Boldt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Exoten]]></category>
		<category><![CDATA[nandu]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich befinde mich an einem schönen und warmen Frühlingstag im Mai 2011 in der Uni. Eigentlich ist der Tag viel [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich befinde mich an einem schönen und warmen Frühlingstag im Mai 2011 in der Uni. Eigentlich ist der Tag viel zu schön, um den ganzen Tag in der Uni zu sitzen. So hatte ich mich spontan für einen längeren Nachhauseweg entschlossen. Es sollte eine kleine Radtour bis zum Ratzeburger See und zurück über Herrnburg nach Lübeck werden. Zwischen Utecht und Schattin, direkt hinter Rothenhusen, sah ich auf einem Feld etwas Außergewöhnliches, was nicht in die gewohnte Tierwelt passte: einen Nandu.</p>
<div id="attachment_1258" class="wp-caption aligncenter" style="width: 655px"><div class="media-credit-container aligncenter" style="width: 655px"><img class="size-medium wp-image-1258" title="P1080799" src="http://www.studentenpack.uni-luebeck.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/P1080799-645x483.jpg" alt="Nanu, ein Nandu!" width="645" height="483" /><span class="media-credit">Dennis Boldt</span></div><p class="wp-caption-text">Nanu, ein Nandu!</p></div>
<p>Ich hatte davon schon gehört, aber nie einen zu Gesicht bekommen. Da ich zufällig meine Digitalkamera dabei hatte, blieb ich am Straßenrand stehen, um einige Bilder zu machen. Währenddessen beobachtete ich, wie der Nandu gerade am Fressen war und sich langsam auf mich zubewegte. Ich freute mich riesig, dadurch bessere Aufnahmen zu erhaschen. Doch dabei blieb es nicht. Der Nandu nährte sich bis auf etwa fünf Meter. Somit stand plötzlich ein riesiger, grauer, flugunfähiger Laufvogel direkt vor mir. Es war schon ein sehr komisches Gefühl. Ich machte mir meine Gedanken: &#8220;Wird er mir gleich die Haare vom Kopf fressen? Wird er versuchen mir meine Kamera aus der Hand zu reißen? Wird er mich verfolgen, wenn ich losfahre?&#8221; Ich blieb einfach ruhig und machte meine Bilder. Er war weder scheu noch aggressiv. Nur die vorbeifahrenden Motorräder haben ihn etwas verschreckt. Nach einiger Zeit entdeckte der Nandu etwas auf der anderen Straßenseite, sodass er direkt vor mir über die Straße lief und im Gebüsch verschwand. Somit setzte ich meine Radtour mit einer Begegnung der gefiederten Art fort. Nun fragt sich sicher der eine oder andere: Nanu? Ein Nandu? In Groß Grönau gab und gibt es ein Gehege mit Nandus, welche ursprünglich in den Südamerikanischen Pampas leben. Das Gehege kann man bei einer Kanutour auf der Wakenitz oder bei einer Radtour auf dem Drägerweg sehen. Aus diesem sind im Herbst 2000 drei Hähne und vier Hennen ausgebrochen. Da diese nicht wieder eingefangen wurden, leben nun etwa 100 Nandus in unserer Nachbarschaft. Vielleicht entdeckt auch ihr bei eurem nächsten Ausflug einen Nandu.</p>
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		<title>Fahrrad ahoi!</title>
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		<pubDate>Tue, 10 May 2011 06:00:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Inga Stolz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrrad]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Frühling ist da und somit beginnt für die meisten Studenten wieder das Leben auf dem Fahrrad. Leider meistens aber [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_105553" class="wp-caption aligncenter" style="width: 655px"><div class="media-credit-container aligncenter" style="width: 655px"><img class="size-medium wp-image-105553" title="OLYMPUS DIGITAL CAMERA" src="http://www.studentenpack.uni-luebeck.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/02/Fahrradtour_Bild3_retuschiert-645x455.jpg" alt="" width="645" height="455" /><span class="media-credit"><a href="http://www.studentenpack.uni-luebeck.de/index.php/author/stolz/">Inga Stolz</a> | StudentenPACK.</span></div><p class="wp-caption-text">Rund um Lübeck lässt es sich ausgezeichnet Fahrrad fahren.</p></div>Der Frühling ist da und somit beginnt für die meisten Studenten wieder das Leben auf dem Fahrrad. Leider meistens aber nur auf den Kilometern zur Uni und wieder zurück. Und dabei gibt es rund um Lübeck mit dem Fahrrad für stressgeplagte Studenten so viel zu entdecken. Zum Beispiel: Wer von Euch weiß, dass es ganz in der Nähe der Uni einen Badeteich gibt, den man gemütlich in einer Freistunde erreichen kann und der sich so prima für eine schnelle Abkühlung für zwischendurch eignet? Um Euch ein paar Tipps mit auf den Weg zu geben, dass Ihr wirklich da studiert, wo andere Urlaub machen, und das auch noch alles mit dem Fahrrad erreichbar, habe ich mal meine Lieblingsplätze zusammen gesucht. Es sind eher die gemütlichen oder naturnahen Wege, also lieber nicht mit Eurem Rennrad. Wenn Ihr meint, dass Eure Lieblingsroute fehlt, schreibt uns unter studentenpack@asta.uni-luebeck.de, dann können wir die geballte Sammlung den Neuankömmlingen zum nächsten Wintersemester im Erstihelfer mit auf den Weg geben.</p>
<h3>Auf dem Drägerweg zum Ratzeburger See</h3>
<p>Der Weg führt durch den Stadtwald, ja den gibt es wirklich, und dann entlang der Wakenitz bis zum Ratzeburgersee. Lasst Euch nicht durch Wegkreuzungen, durch die Unterführung der Autobahn oder von frei laufenden Emus verwirren. Am besten, Ihr haltet nach den Schildern mit der Aufschrift Drägerweg Ausschau. Um die Emus müsst Ihr Euch auch bald keine Sorgen mehr machen, denn die sollen alle gezielt erschossen werden. Für diejenigen, die nicht genug vom Fahrradfahren und dem See bekommen, lohnt sich noch die Strecke um den See herum, (natürlich) mit Eisessen in Ratzeburg. Die Strecke ist etwas hügeliger und es kann sein, dass Ihr vielleicht mal absteigen müsst.</p>
<h3>Die Route</h3>
<p>Ratzeburger Allee &#8211; Müggenbuschweg (hinter der Bundespolizeiakademie) &#8211; Zum Absalonhorst (einfach ab durch den Wald und die asphaltierte Straße, Absalonhorstweg, kreuzen) &#8211; Drägerweg &#8211; Vierthweg &#8211; Am Vierth &#8211; Drägerweg (hinter den Schweinen rechts) &#8211; unter der Autobahn her &#8211; Drägerweg (hier liegt nach der Unterführung ein Stein für einen kleinen Pfad, nicht auf dem asphaltierten Weg bleiben, außer Ihr liebt die Langeweile) &#8211; Rothenhusen &#8211; Ratzeburger See</p>
<h3>Die schönsten Wege zum Herrentunnel</h3>
<h3>Der Treidelpfad</h3>
<p>Wie wurden früher eigentlich die großen Segelboote der Ostsee in den Hafen von Lübeck gebracht? Der Treidelpfad enstand durch die Hufen der Pferde, die die schweren Handelsschiffe entlang der Trave nach Lübeck ziehen durften. Genau auf diesem Weg kann man herrlich an der Trave entlang zum Herrentunnel gelangen. Auch sind die Wege gespickt mit Sanddornbüschen und eignen sich daher auch prima zum Sammeln und Jagen. Los geht es an der Straße An der Hülshorst. Bevor dieser Weg in den Am Schellbruch übergeht, kann man links einen kleinen Waldweg finden. Wenn man diesem folgt und nicht in den Schwarzer Weg einbiegt, landet man direkt auf dem Treidelweg nach Gothmund. Dieser Weg ist zwar sehr eng, aber wunderschön am Wasser gelegen, und lohnt sich auch für Spaziergänge. In der Mitte des Weges muss man eine kleine Brücke überqueren, denn hier befindet sich ein Auslaufbecken für die Trave. Dieses Gebiet ist überlaufen mit Vögeln jeglicher Art und sehr ruhig. Spaß macht es auch, die dicken Boote, welche den Lübeck-St. Petersburg-Kanal nutzen, um nach Lübeck zu kommen, durch das enge Fahrwasser walzen zu sehen.</p>
<h3>Grundschule lässt grüßen, der Waldlehrpfad</h3>
<p>Wenn man den Treidelpfad schon zu genüge gefahren ist, lässt sich die Waldseite der Travemünder Allee sehr empfehlen. Nur wenn es stark geregnet hat, wird die ganze Sache etwas matschiger. Einige von Euch werden die Wege als Joggingrouten kennen. Das witzige ist, dass es sehr viele Wege gibt, jeder dieser Wege einen Namen und jede Kreuzung einen Wegweiser hat. Aber egal, wie man sich entscheidet, man kommt doch immer an. Am Besten kommt man in den Wald über den Weg Am Waldsaum an der Travemünder Allee, genau dort wo Lübeck seine Kirmes feiert. Einer dieser Wege verbirgt auch einen Waldlehrpfad, andere wiederum verbergen parallelverlaufende Reiterwege. Am Ende kreuzt man den Wesloer Weg und schließlich die Mecklenburger Straße, um dann auf dem Weg Am Stau zum Herrentunnel zu gelangen.</p>
<h3>Auf der anderen Seite des Tunnels</h3>
<p>Hat man es auf die andere Seite des Tunnels geschafft (Die Busfahrt ist umsonst und der Bus fährt zu jeder Zeit. Nachts muss man ihn per Rufsäule anklingeln. Die Begegnung mit dem Busfahrer erfolgt auf eigene Gefahr.), gibt es einen längeren und einen schnellen Weg bis zum Ziel Travemünde. Bei dem schnellen Weg einfach den Fahrradschildern folgen, hier fährt man die Travemünder Landstraße entlang. Auf der Strecke gibt es den mysteriösen Panoramaweg, welcher sich im Winter zum Schlittenfahren eignet. Direkt hinter der Kreuzung Ivendorfer Landstraße und Ovendorfer Straße den Buckel hoch. Kann man auf jeden Fall mal gemacht haben. Der etwas längere Weg nach Travemünde wandelt auf den Fährten von unseren Vorfahren. Dazu muss man direkt nach dem Herrentunnelbus unter der Unterführung auf den Weg Am Langen Berg (der Name tut nur so) abbiegen, den Forstweg passieren und der K20 folgen, doch nicht nach Kreuzkamp abbiegen, sondern einfach weiter geradeaus durch den Wald. Aber Achtung: Wagt man sich in den Wald hinein, findet man zahlreiche Spuren tausend Jahre alter Geschichte, sei es das Pöppendorfer Großsteingrab oder der Ringwall (den muss man gesehen haben). Zwischen drin gibt es immer mal wieder Schilder, wie vor tausenden von Jahren Ackerbau betrieben wurde, und man findet viele gemütliche Stellen zum Picknicken auf geschichtsträchtigem Boden. Landet man schließlich in Pöppendorf, fährt man weiter nach Ovendorf, Ovendorferhof und von da aus nach Travemünde. Dadurch erlebt man gleichzeitig noch Lübecksdorf und Bauernleben.</p>
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		<title>Nix Los in Lübeck?</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Jan 2010 23:00:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Bohnenstengel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Aktiv]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf den ersten Blick wirkt Lübeck wie eine sehr verschlafene Kleinstadt ohne viele interessante Angebote. Wie also die Ferien verbringen? [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Auf den ersten Blick wirkt Lübeck wie eine sehr verschlafene Kleinstadt ohne viele interessante Angebote. Wie also die Ferien verbringen? Bekanntermaßen kann man nicht immer nur lernen. Freizeit belebt Geist und Körper, steigert die Effizienz und macht natürlich auch einfach Spaß. Das StudentenPACK zeigt, dass die Semesterferien in Lübeck kein langweiliges Unterfangen sein müssen, denn Kunst, Kultur und Freizeitvergnügen gibt es sogar hier.</p>
<h3>Museen – Orte für jedes Wetter</h3>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img title="St.-Annen-Museum Foto: Sora Enders-Comberg" src="http://farm3.static.flickr.com/2688/4295919644_69742ee7b8_z.jpg" alt="St.-Annen-Museum Foto: Sora Enders-Comberg" width="640" height="427" /><p class="wp-caption-text">St.-Annen-Museum Foto: Sora Enders-Comberg</p></div>
<p>Bis der Frühling da ist und man wieder auf die Sonne setzen kann, eignen sich Museen mit Sicherheit als witterungsbeständige Unternehmung. Da gibt es zum einen die großen Häuser, die als „Lübecker Museen“ zusammengefasst sind. Zu ihnen gehören das Buddenbrook- und das Günther Grass-Haus, genauso wie das Industriemuseum in Herrenwyk, die Kunsthalle in St. Annen, das Figuren-Theater-Museum, das Museum für Natur und Umwelt und das Holstentor – um eine kleine Auswahl zu nennen. Hier kann sich so ziemlich jeder geschmacklich wiederfinden und auf seine Kosten kommen. Wer sich über die aktuellen Ausstellungen und über die teilweise auch interaktiven Veranstaltungen – gerade in den literarischen Häusern – informieren will, tut dies am Besten unter <a href="http://www.die-luebecker-museen.de/">www.die-luebecker-museen.de</a>.</p>
<p>Ein Kleinod, vor allem, was die aktuelle Kunst angeht, ist die Overbeck-Gesellschaft – mittlerweile getragen von der  „Gemeinnützigen&#8221; – die es sich bereits 1918 zum Ziel gemacht hat, den Lübeckern Zeitgenössische Kunst näher zu bringen. Jährlich gibt es im Overbeck-Pavillon des Behnhauses (Königstraße 11) fünf Ausstellungen mit wechselnden Schwerpunkten. Der Verein hat es sich dabei zum Ziel gemacht, als „Forschungsstätte und Experimentierfeld“ zu dienen. Man wolle sinnliche Erlebnisse vermitteln, gesellschaftliche Veränderungen abbilden und diskursive Auseinandersetzungen fördern, heißt es in der Pressemitteilung. Die Ausstellungen werden dabei meistens eigens für diesen Pavillon entwickelt. So ist beispielsweise seit dem 24. Januar bis zum 14. März die Ausstellung „Klirren“ von Julia Horstmann zu sehen. Die 35-jährige gebürtige Hamburgerin inszeniert ihre Werke innerhalb des Raumes, setzt sich mit seiner Architektur, seiner „sozialen und psychologischen Wirkung“ auseinander und integriert sogar den Betrachter als Teil eines Gesamtkunstwerkes. Dabei greift sie insbesondere die gläserne Architektur des 20. Jahrhunderts auf, in welcher sie eine Ordnungsstruktur erkennt, „bei der sich im Phänomen der Transparenz Kommunikation und Kontrolle ambivalent gegenüberstehen.“ Geöffnet ist die Ausstellung täglich (außer montags)  von 11 bis 17 Uhr. Wer an einer Führung mit Gespräch teilnehmen möchte, kann das zwischen dem 14. Februar und dem 14. März jeweils um 15 Uhr machen.</p>
<p>Ein weiteres Projekt, das sich direkt auf Lübeck bezieht, wird dann ab dem 11. April zu besichtigen sein. Die beiden New Yorker Künstler Nicholas Kahn und Richard Selesnick „dokumentieren“ eine fiktive Geschichte: Im Jahr 1923 ist an der Ostseeküste vor Lübeck ein riesiger Eisberg gestrandet, der die ganze Stadt überschattet – die Apokalypse droht! Die Lübecker rufen eine Eisbergfreistadt aus, mit souveränder, zollfreier Handelszone und eigenem Notgeld. Als touristische Attraktionen gelten fortan Eissegeln und Bergsteigen. Kahn und Selesnick zeigen eine „in sich verflochtene Gesamtinstallation aus pseudodokumentatorischen Gegenständen und Panoramafotografien.</p>
<h3>Theater für&#8217;s kleine Budget</h3>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img title="Theater Foto: Sora Enders-Comberg" src="http://farm5.static.flickr.com/4069/4295913998_21c7188840_z.jpg" alt="Theater Foto: Sora Enders-Comberg" width="640" height="427" /><p class="wp-caption-text">Theater Foto: Sora Enders-Comberg</p></div>
<p>Wen es eher abends aus dem Haus treibt, der aber dennoch nicht auf Kultur verzichten will, dem seien die kleinen und großen Theater dieser Stadt ans Herz gelegt. Dabei bietet beispielsweise das Theater Lübeck Studenten und Auszubildenden eine Reihe von Vergünstigungen und somit Möglichkeiten, das Theater auf eine Weise zu genießen, die den eigenen Geldbeutel kaum belastet. So gibt es zum Beispiel Last-Minute-Tickets. Diese ermöglichen, Karten für  jedes Stück in den letzten Minuten für nur 5,- Euro zu kaufen. Eine Voraussetzung, um dieses Karten zu erwerben, ist natürlich, dass noch Plätze frei sind.</p>
<p>Eine Alternative für häufige Theaterbesucher ist mit Sicherheit das Theater-Abo für Studenten und Auszubildende bis zum Alter von 27 Jahren, welches ihnen gegen einen Preis von 39,- Euro die Möglichkeit gibt, sechs Stücke zu besuchen.  Das Abo lässt jedoch nicht komplett freie Wahl über die Stücke, die man sich Ansehen kann und möchte. Es werden mit dem Abo vier festgelegte Stücke vorgeschrieben – aktuell sind dies „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“, „Walking down Abbey Road“, „Jekyll &amp; Hyde“, und „The Tempest“ – wobei es sich bei den beiden erstgenannten um Schauspiele und bei den beiden zuletzt genannten um Musiktheater handelt. Die Termine, an denen man sich die Stücke ansehen will, sind frei wählbar. Doch sollte man bedenken, dass diese Stücke im Theater nicht all zu häufig aufgeführt werden, wie es in jedem Theater der Fall ist. Im Gegensatz zu Filmen im Kino, die, während sie im Programm sind, fast jeden Tag laufen, wird das Stück „Walking down Abbey Road“ im Feburar nur am 21. aufgeführt. Dies lässt einem nicht sehr viel Wahl, vor allem, wenn man bedenkt, dass es die bis jetzt letzte geplante Aufführung des Stückes ist. Auch  „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ wird nur einmal im Februar, am 24., aufgeführt und im März und April jeweils noch einmal.</p>
<p>Diese seltenen Aufführung eines Stückes in einem Monat sind für Theater nicht ungewöhnlich, doch sollte man sich darüber in klarem sein, dass, wenn man sich für dieses Abo entscheidet, der Ausdruck der „freien Wahl“ der Termine durchaus eingeschränkt ist. Die weiteren zwei Stücke, auf die ein Abonnent ein Anrecht hat, sind dann nicht nur in Bezug auf den Termin, sondern auch auf das Stück frei wählbar. Es sollte erwähnt werden, dass das Abo einem Abonnenten die Wahl gibt, diese jeweils gegen die freie Begleitung einer Person in einem der anderen Stücke zu tauschen.</p>
<p>Eine Frage die man sich stellen sollte, bevor man sich für dieses Abo entscheidet, ist, ob es einem einen preislichen Vorteil liefert. Die Preise variieren zwischen den verschiedenen Stücken, welche in Preisgruppe A und B eingeteilt werden, und zwischen den unterschiedlichen Platzgruppen zwischen 23,- und 5,- Euro pro Stück und Platz, wenn man mit der Ermäßigung rechnet, die man dadurch erhält, dass man Student ist. Natürlich handelt es sich bei den Karten für 5,- Euro um die schlechtesten Plätze in den günstigeren Stücken (und dies sind nicht viele). Die Kosten der Karten einer höheren Platzkategorie variieren, je nach Preisgruppe des Stückes, zwischen 7,50,- Euro und 10,- Euro.</p>
<p>Bei dem Abo werden einem die bestmöglichen noch zur Verfügung stehenden Karten zugesichert, wobei natürlich keine Garantie gemacht wird, dass noch Plätze einer höheren Kategorie zur Verfügung stehen. Ob man sich nun für ein Abo entscheidet oder doch zu selten ins Theater geht und sich zu diesen Gelegenheiten lieber Einzelkarten kauft, bleibt jedem selbst überlassen.</p>
<p>Wer aber dennoch nicht auf das Schauspiel verzichten will, dem sei eine weitere Besonderheit, die dieses Theater bietet, verraten: Bei den so genannten Kostproben hat jeder die Möglichkeit, sich noch während der Produktion eines Stückes dieses kostenlos anzusehen.</p>
<h3>Eintauchen  in eine Welt der Sterne</h3>
<p>Nicht viele wissen, dass Lübeck über eine Sternwarte verfügt: Sie ist in den Räumen der Johannes-Kepler-Realschule in Lübeck-Eichholz, Am Ährenfeld 2, untergebracht. Betrieben vom eingetragenen Verein Arbeitskreis Sternfreunde Lübeck werden dort Vorträge – manche für Kinder und andere für die interessierte Öffentlichkeit – durchgeführt und die Menschen zur Sternenbeobachtung eingeladen. Zudem gibt der Verein eine Zeitschrift heraus.<br />
Allein in diesen Semesterferien bietet die Sternwarte sieben Möglichkeiten, nach den Vorträgen und  sofern der Himmel klar ist, den winterlichen Sternenhimmel mit dem Teleskop einmal ganz anders zu sehen. Der Eintrittspreis für Vorträge liegt bei freundlichen 4 Euro.<br />
Übrigens: vor dem zweiten Weltkrieg war die Sternwarte in der Seefahrtschule untergebracht, die heute das Institut für Mathematik beherbergt.</p>
<h3>Literatur bei Nacht</h3>
<p>Auf den ersten Blick sieht die Große Kiesau aus wie die meisten  Straßen auf der Altstadtinsel. Eine kleine Querstraße zwischen Fischergrube und Engelsgrube, ein paar schiefe Häuschen, hier und da ein Gang der davon abgeht und Rosenstöcke, die an den Hauswänden hochranken. Doch diese Straße ist etwas Besonderes: Ein Kulturverein.</p>
<p>Vorsitzende des Vereins ist Bettina Thierig, freischaffende Bildhauerin, Autorin und eine der Bewohnerinnen dieser kleinen Straße. Das besondere an der Kiesau sei, dass sich die Anwohner hier füreinander interessierten, erzählt sie. Abends sitze man zusammen draußen und unterhalte sich, im Sommer gebe es ein Straßenfest für die Anwohner. Was die Bewohner dabei vereint, ist das Interesse an Kunst. Nicht alle sind sie hauptberuflich künstlerisch tätig, wie beispielsweise Bettina Thierig, doch alle sind sie Liebhaber von Gemälden, Skulpturen, Theatern und Literatur. An solch einem Abend ist Reinhard Göber auch die Idee gekommen, etwas Straßenübergreifendes zu veranstalten. Und somit war die „Große Kiesau Literaturnacht“ geboren und alle waren sofort Feuer und Flamme.</p>
<p>Reinhard Göber ist Theaterregisseur. Und er hat Kontakte. Bald hatte er einige Schauspieler zusammen, die gegen Kost und Logis die Literaturnacht unterstützen und als Vorleser tätig werden wollten. Es musste ein Verein gegründet werden, um Sponsorengelder sammeln zu dürfen. Es musste ein Thema gefunden werden und vorlesbare Literatur. Im ersten Jahr war das „Anfänge“. In diesem Jahr, am 27. Februar, haben die vorgelesenen Werke alle etwas mit dem „Langen Atem“ zu tun.</p>
<p>Das Thema wählt die Straßengemeinschaft immer zusammen aus. „Über das Jahr wird viel gelesen“, berichtet Dan Burdon. Im echten Leben ist er Arzt, doch er komponiert auch Filmmusik. Einige aus der Nachbarschaft hätten in dieser Zeit 30 bis 40 Bücher mit neuer und aktueller Literatur gelesen, bis der Titel der nächsten Veranstaltung gefunden war. Herausgekommen sei, so befindet Burdon, mit eines der anspruchsvollsten Programme überhaupt bisher. Dabei sei „Der Lange Atem“ ein dankbares Thema, sagt Thierig. Ihn brauche man in so vielen Lebenslagen, sei es bei politischen Themen oder bei kulturellen Anlässen.</p>
<p>Den langen Atem brauchen übrigens auch die Veranstalter, wenn es darum geht, Gelder aufzutreiben. Wegen der Finanzierung stehe die Literaturnacht jedes Jahr aufs Neue auf der Kippe. Die meisten Stiftungen unterstützen regelmäßige Veranstaltungen nicht dauerhaft, es gibt Wechsel in den Führungsebenen und alle haben sie unter den Folgen der Finanzkrise zu leiden. Jedes Jahr müsse aufs Neue ein Antrag gestellt, ein Finanzplan vorgelegt werden. Man müsse erläutern, dass man nicht nur sein Hobby vermarkten will, sondern auch etwas für das Renommé der Stadt tut. Dass Lübeck „ein Mehr“ an Kultur vertragen kann, da ist sich Burdon sicher. „Die Stadt könnte von Kunst leben, wenn sie es wirklich wollte!“</p>
<p>Ziel der Veranstaltung ist es, Literatur so aufzubereiten, dass jeder einen leichten Zugang hat. „Bei uns muss man nicht Literatur studiert haben, um zuhören zu können“, darauf legt Bettina Thierig wert. Dabei ist der Ablauf immer der gleiche: Schon am Samstagnachmittag sei in der ganzen Straße die Aufregung zu spüren, erzählt Burdon. Überall werde noch einmal geputzt und nachgebessert, es finden letzte Proben statt. Einlass ist um 19.30 Uhr, gelesen wird in den Privathäusern der Anwohner. Doch die meisten Gäste kommen schon früher. Die Straße ist illuminiert, zu hören gibt es Klanginstallationen von Dan Burdon. Die Gäste gehen auf und ab, genießen den Flair der Straße. „Es herrscht eine erwartungsvolle Spannung bei allen Besuchern“, beschreibt Burdon. Und es gebe diesen gewissen Reiz des voyeuristischen Effekts zu verspüren, wenn man erahnen kann, was hinter den erleuchteten Fenstern der Bewohner so vor sich geht. Die Lesungen beginnen dann alle gleichzeitig. Man muss also schon vorher wissen, in welches Haus, zu welchem Künstler man möchte. Im Anschluss an die Lesung besteht die Möglichkeit zu einem Publikumsgespräch innerhalb der kleinen Hörerschaft. Später geht es dann kollektiv in die Schifffahrtsgesellschaft, wo sich alle noch einmal austauschen können, was sie gehört und erlebt haben an diesem Abend.</p>
<p>Nicht nur für die Literaturfreunde sei dies eine tolle Veranstaltung, auch für die Vorlesenden selbst, sie kommen alle wieder. Johannes Voelkel ist einer von ihnen. Er ist Schauspieler, derzeit an der Deutschen Staatsoper in Berlin beschäftigt und war 2006 für den Oscar nominiert. Burdon gegenüber äußerte er, dass ihm vor allem diese unglaubliche Nähe zum Publikum gefalle. Es sei nicht so anonym, wie auf der Bühne oder gar beim Film, die Reaktionen und Gefühle kommen direkt zurück. Mit dieser Ansicht ist er einer von vielen, die wiederkommen: Simon Brusis (Potsdam), Rebekka Burckhardt (Zürich), Irene Christ (Kassel), Nicole Ernst (Berlin), Mario Gremlich (Biel/Solothurn), Alexander Khuon, (Berlin), Norbert Stöß, (Berlin), Gudrun Tielsch, (Wien) und Heidi Züger (Lübeck) halten dem Verein als Schauspieler die Treue. Für die musikalische Untermalung sorgen die Cellistin Maria Marr und die Akkordeon-Spielerin Martina Tegtmeyer aus Lübeck. Dazu kommen noch die lesenden Autoren, die alle mit eigenen Werken vertreten sind. Dies sind Ruth Johanna Benrath, Mirko Bonné, Renata Burckhardt, Andreas Marber und auch Bettina Thierig.</p>
<p>Gerade durch die Mischung von Schauspielern und Autoren beginnen die Darbietungen zu leben, erzählt Thierig begeistert. Als Beispiel nennt sie die Schwestern Burckhardt, die in diesem Jahr im Haus mit der Nummer 19 lesen: Die eine ist Autorin, die andere Schauspielerin. Gegenseitig spielen sie sich die Bälle zu und inszenieren die Geschichte, die Renata Burckhardt eigens für diese Veranstaltung geschrieben hat. Es seien vor allem die non-verbalen Aktionen, die den Geschichten das Leben einhauchen, schwärmt Thierig.</p>
<p>Während es ein Leichtes war, die Künstler zur Teilnahme an der  Literaturnacht zu animieren, war der Umgang mit der Presse nicht  einfach. Im ersten Jahr wurde die Veranstaltung erst an dem Tag in der  LN veröffentlicht, als die Karten bereits durch Mundpropaganda verkauft  waren und spontane Besucher bekamen keine Karten mehr. Inzwischen ist  die Zusammenarbeit aber gut und es wird pünktlich zum Vorverkaufsbeginn  berichtet, um die Kulturseite der Lübecker Nachrichten kämpfe man aber  nach wie vor umsonst, bemängelt Thierig. Rumgesprochen hat es sich  trotzdem, Mund-zu-Mund-Propaganda, ausgehend von den Bewohnern und deren  Freunden. Mittlerweile werben sogar einige der umliegenden Ferienhäuser  mit der Literaturnacht. Einer der Touristen war sogar so beeindruckt  von der Straßengemeinschaft, dass er sich gleich ein Haus in der Großen  Kiesau gekauft hat.</p>
<p>Und so ist die Literaturnacht meist recht schnell ausverkauft. „Am Anfang waren es Wochen, bis alle Karten weg waren. Dann Tage, jetzt sind es Stunden“, ist Dan Burdon sichtlich stolz. Dass es nur Stunden geht, daran ist sicher die Art des Vorverkaufes nicht ganz unbeteiligt: Rund drei Wochen vorher wird er in der Großen Kiesau eröffnet, man kommt zusammen, es gibt Glühwein, einen Second-Hand-Bücherverkauf und den Film der Literaturnacht 2009 mit dem Motto „Straßen-Theater“. Der Vorverkauf wird in diesem Jahr am 5. Februar eingeläutet, los geht es um 17 Uhr. Der Eintritt – Bettina Thierig spricht lieber von einem Kostenbeitrag – beträgt 15 Euro. Studentenermäßigungen könne man leider nicht gewähren, da die Kosten durch die Eintrittsgelder lange nicht gedeckt seien und man nach wie vor auf Sponsorengelder angewiesen ist. Für dieses Geld bekomme man allerdings nicht nur eine Eintrittskarte, die als Unikat in liebevoller Eigenarbeit mit Aquarellfarben und Kartoffeldruck hergestellt wurde, man sei auch zu Gast in den Häusern und bekomme ein Glas Wein zur Vorlesung, wirbt Thierig.</p>
<p>Wer es zum Vorverkauf nicht schafft, aber trotzdem zur Literaturnacht will, kann es ab dem 6. Februar in der Buchhandlung Langekamp, Beckergrube 19, und bei maKULaTUR, Hüxstraße 87, versuchen.</p>
<h3>Weltweit live und direkt aus Lübeck</h3>
<p>Goooood Morning, Lübeck! In der letzten Ausgabe hatten wir vom Uni-Radiosender aus Paderborn berichtet und während es bei uns keinen solchen Sender gibt, so hat doch jeder von euch die Möglichkeit, Radio zu machen, wenn ihm danach ist. Der Offene Kanal Lübeck bietet jedem die Möglichkeit, eine Sendung zu produzieren und das kostenlos. Die Technik, die Studiozeit und hilfreiche Unterstützung werden gerne geboten. Als Teil eines Netzes von Bürgerradios in Schleswig-Holstein bietet es die Möglichkeit, Musik oder Redebeiträge beizusteuern.</p>
<p>Doch bevor man loslegt, muss man kurz zeigen, was man vorhat: Sei es für eine Einzelsendung oder ein regelmäßig ausgestrahltes Programm, erst einmal muss man sich anmelden und drei Vorproduktionen erstellen. Dann kann es aber schon losgehen. Auf 98,8 UKW und weltweit über Internetstream kann die Sendung gehört werden.</p>
<p>Von dieser Möglichkeit machen schon viele Lübecker Gebrauch, die zu allen Tages- und Nachtzeiten auf Sendung gehen. Wer Interesse hat, braucht neben einer Idee nicht viel, die Musik muss auf Original-CD oder Platte vorliegen oder kann aus dem Archiv des offenen Kanals ausgewählt werden. Dort sind 17.000 Titel vorrätig. Kosten tut das nichts, eine Vereinbarung mit der GEMA hält es für euch gebührenfrei.</p>
<p>Ein paar Bedingungen an eure Sendungen, die ihr aufgezeichnet oder Live machen könnt, hat der Kanal natürlich auch: Üblicherweise sind Sendungen 25, 30 oder 55 Minuten lang, zudem dürfen sie keine Werbung enthalten. Wer Lust hat, Radiomacher zu werden, kann unter 0451 7050020 oder im Internet unter www.okluebeck.de mehr erfahren. Derzeit sucht der offene Kanal auch nach Mitarbeitern auf 400 Euro-Basis.</p>
<h3>Raus aus Lübeck – Hamburg hat einiges zu bieten</h3>
<p>Ein Ausflug nach Hamburg lohnt sich auf alle Fälle immer. Sei es ein Stadtbummel mit Shoppingtour, ein Spaziergang am Elbufer, durch das Portugiesenviertel an den Landungsbrücken oder eine Hafenrundfahrt, es gibt einiges zu entdecken. Doch finden sich auch mitten in der Stadt einige Flecken Natur: Wer es gerne besinnlich hat, dem sei, passend zum Frühlingserwachen, der idyllische Garten der Schmetterlinge in Friedrichsruh, östlich von Hamburg und mit der S-Bahn zu erreichen, ans Herz gelegt. Studenten erhalten ermäßigten Eintritt. Eröffnet wird zum Frühlingsanfang und dann hat der Park bis zum 1. Advent täglich von 9 bis 18 Uhr offen.</p>
<p>Ebenfalls ein toller Ort, um sich – wenn es denn mal wieder wärmer wird – auf die Wiese zu legen, ist der Park Planten und Blomen. Der ehemalige Zoo, der später auch Stätte für einige internationale Gartenausstellungen war, ist heute einer der schönsten Fleckchen in Hamburg (Holstenwall 30, mit der U3 bis Haltestelle „St. Pauli“, mit der U2 bis Haltstelle „Messehallen“ und dann am Fernsehturm orientieren; die Buslinie 112 hält direkt vor dem Eingang am Holstenwall, Haltestelle „Handwerkskammer“). Neben Apothekergarten, Rosengarten, Tropenhäusern, Wasserkaskaden, einem japanischen Teil und Wallanlagen mit jeder Menge Freizeitangeboten gibt es für diejenigen, die nicht auf die Blüten warten wollen, eine Kunsteisbahn. Und zwar nicht irgendeine, sondern mit 4300 Quadratmetern – das entspricht mehr als drei Eishockey-Feldern – die größte unter freiem Himmel in ganz Europa. Dort kann man täglich von 10 bis 22 Uhr die Kufen schwingen. Für zweieinhalb Stunden zahlt man 4,- Euro, die Tageskarte kostet 8,- Euro. Wer keine eigenen Schlittschuhe hat, kann diese vor Ort auch gleich mieten. Geöffnet bleibt die Bahn noch bis Mitte März. Wann genau sie geschlossen wird, hängt natürlich auch von der Witterung aus.</p>
<p>Wer aber Hamburg doch eher für die Abendgestaltung vorzieht und womöglich noch gerne Filme in Originalsprache mag, der kommt hier definitiv auf seine Kosten:  Absoluter Kult unter Hamburgs Kinogängern ist die Jungfernsneak: Die traditionelle Sneak Preview, die, nachdem sie mehrmals obdachlos wurde, mittlerweile im Streit&#8217;s an der Binnenalster angekommen ist. Gezeigt werden jeden Montag ausschließlich Filme in Originalfassung. Dank ihrer langen Tradition haben sich eine Menge Rituale entwickelt, die den Besuch zu einem echten Erlebnis machen.<br />
Vor jedem Film gibt es eine Trailershow: Nicht nur Werbung für neue Filme, sondern auch alte Trailer, in denen kleine Hinweise auf den kommenden versteckt sind. Der letzte Trailer ist immer Jackie Chans „Rumble In The Bronx“, den das Publikum begeistert mitschreit. Dies sind nur einige der vielen Traditionen. Einziger Wehmutstropfen: Hieß es früher  noch, Tickets gibt es ab Montagmittag, kann man diese leider nun auch schon früher kaufen und so ist es fast unmöglich geworden, spontan zur Sneak zu gehen. Wer aber einen Platz ergattert, kann sich auf einiges gefasst machen.<br />
Wer Kino in der Originalsprache will, hat in Hamburg noch einige andere Optionen. Neben dem Streit&#8217;s zeigt auch das Abaton viele Filme in ihrer Origonalsprache mit Untertiteln.<br />
Infos zur Sneak findet ihr auf <a href="http://www.mysneak.de/">http://www.mysneak.de/,</a> Kino in Hamburg unter <a href="http://kino-fahrplan.de/">http://kino-fahrplan.de</a></p>
<h3>Terminkalender</h3>
<p>Das waren nur einige Ideen, wie ihr eure Ferien hinter euch bringen könnt. Wem das zu viel Text war, wer noch einmal kurz nachschauen will und für viel mehr Termine in den nächsten zwei Monaten empfehlen wir die letzten Seiten, wo ihr  wie immer unsere „Deadline“ findet.</p>
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		<title>Hottentottenalarm</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Jan 2010 22:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Teresa Pliet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Party in Lübeck]]></category>

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				<content:encoded><![CDATA[<p>Man kennt sich. Und doch ist man sich irgendwie näher als sonst. Teilt  man nur die Promille? Nein, tatsächlich trifft man sich hier auf einer  Privatparty. Einer Privatparty im besonderen Stil, denn sie ist mehr als  das. Es handelt sich eher um eine entartete WG-Party mit grotesken  Ausmaßen.</p>
<p>Über hundert Menschen belagern das Wohnzimmer einer  Sieben-Mann-Wohngemeinschaft. Ein riesiges DJ-Pult thront über dem  Dancefloor, auf dem sich zuckende und stampfende Gestalten zu feinsten  Elektroklängen winden. Gedämpftes Licht, Beamershow, die Luft ist zum  Schneiden, die Temperatur zum Kochen, die Lautstärke zum Schreien.Im  Hausflur lehnen die, die es die Treppen nicht mehr hoch geschafft haben,  vor der Wohnung trocknet der Rest die erhitzten Körper und Gemüter.</p>
<p>Sind  wir im Parkhaus? Nein, hier kommt noch jeder rein. Hier, das ist die  Privatwohnung von sieben Lübecker Studenten und Studentinnen mitten in  der Innenstadt.</p>
<p>Ramon, 26 Jahre, Maschinenbaustudent, Bewohner und  Mitbegründer der WG-Partys, erzählt: „Es begann alles im zweiten  Semester. Wir wollten es nach den Klausuren so richtig krachen lassen  und da ich `ne große Bude hatte, war die Wahl schnell getroffen.“ Als  Ramons Mitbewohner auch einstiegen, wurde aus dem 10-Mann-Pokerabend  schnell eine regelmäßige Après-Klausuren-Homeparty mit mehr und mehr  Leuten. Heute beteiligt sich die gesamte WG an der Planung und die  Gästezahl bezifferte sich bei der letzten Party im November auf knapp  200 Menschen.</p>
<p>In Lübeck kann das Studentenleben leider nicht mit  anderen Universitätsstädten mithalten. Manche schieben es auf das fast  völlige Fehlen geisteswissenschaftlicher Studiengänge, andere auf die  vielen alten Leute. Aber nur ein Kollektiv ist wirklich für das maue  Kulturangebot in Lübeck verantwortlich: wir. Weil es sich nun einmal  ohne Kinder, Eltern und bewegungseinschränkende Krankheiten leichter –  profan gesagt – feiern lässt. Egoistisch leben. Nur auf den eigenen Senf  konzentriert. Herrlich ist das Lotterleben!!! &#8230; Nur den Hintern  hochkriegen müssten wir und mal wieder was Eigenes organisieren…</p>
<p>So  wie Ramon &amp; Co. Die sind auch ganz begeistert von dem Zuspruch, auf  den ihre Feten im Fetenklientel stoßen. „Die Partys sind nur geil!“  schwärmt Ramon, „ Und mit sieben Leuten ist es gar nicht so stressig,  sowas auf die Beine zu stellen.“</p>
<p>Trotzdem bleibt die Organisation  kein geringer Aufwand. Neben Bude aufräumen, sichern und mit Alkohol  auffüllen wird auch noch liebevoll dekoriert und ausgeschmückt – alles  Kleinigkeiten, die den biergetrübten Betrachtern schon ab 23.00Uhr nicht  mehr aufgefallen sind. Auf Grund der Größe der Events besteht die  Polizei auf vorzeitiges Anmelden – und taucht dann ab und zu doch wieder  auf. Weil Party geiler als Streife ist.</p>
<p>Sind Honecker an der Wand  und Klopapier im Bad, stehen schon die ersten Gäste auf der Matte. Und  deren Freunde. Und Verwandte, Nachbarn, Barbekanntschaften und  Unbekanntschaften – die Örtlichkeit füllt sich, reziprok zum Angebot am  Bierstand. Dort wird neuerdings verkauft statt verschenkt und so dem  Notstand ab 2.00Uhr vorgebeugt. Die gute Laune kann sich also halten und  steigert sich bis zur peinlichen Polonaise, bei der jeder mitmacht (und  dümmlich grinst). Ein glücklicher Eingeborenenstamm.</p>
<p>Doch nicht nur  drinnen hält man es feucht-fröhlich. Die kollektive Magenentleerung vorn  auf der und auf die Straße erheitert einen beträchtlichen Teil der  Gäste und lockt Fremde an, die sich dem bunten Treiben freudig  anschließen. Ständig strömen Menschen ein und aus, man verliert den  Überblick, doch den braucht jetzt sowieso niemand. Die Menge feiert,  tanzt, trinkt und der Bass treibt sie weiter gen Morgengrauen.</p>
<p>Ab  5.00Uhr wird die Tanzfläche leerer. Da die Kleiderbügel den  Synchronabgang machten, wühlt man sich am Ende der Nacht à la Til  Eulenspiegel durch den Riesenberg Klamotten, fischt nach einem Paar  Schuhen, das morgen hoffentlich auch noch vertraut erscheint, und  entschwindet in die frische Morgenluft.</p>
<p>Zurück bleiben die  Veranstalter und verschaffen sich einen ersten Überblick über das  entstandene Chaos. Das meiste ist heil geblieben. Bei vergangenen Partys  gingen schon Fenster zu Bruch, Schuhe und Fahrräder flöten, die  Musikanlage bekam eine satte Bierdusche. Wohl alles im Rahmen. Nur nach  der letzten Feier wendet sich ein WG-Mitglied im Internet dann doch  besorgt an die Partygäste. „Welche zellgeteilte Amöbe meinte eigentlich,  sein hässliches Tag bei uns in der Flur setzen zu müssen?“ Die  Partycrew trägt es mit Fassung und Humor. Und überlegt, wann das nächste  Event starten soll. Die Nachricht spricht sich bereits wieder herum.</p>
<p>Ramon  bleibt bescheiden ob des Erfolges. Seine einfache Feststellung: „Solche  Partys fehlen in Lübeck. Und wir haben halt die passende Bude, um sowas  zu machen.“ Dazu bleibt nur eins zu sagen: Vielen Dank.</p>
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		<title>Mhhh, Döner&#8230;.</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 10:00:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richard Mietz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Kulinarisch]]></category>
		<category><![CDATA[Döner]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>

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		<description><![CDATA[Döner ist für viele Studenten ein willkommener Snack zwischendurch. Vor allem als Abwechslung zu täglichem Toastbrot, Tiefkühlpizza und kulinarischem Mensaschmaus. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Döner ist für viele Studenten ein willkommener Snack zwischendurch. Vor allem als Abwechslung zu täglichem Toastbrot, Tiefkühlpizza und kulinarischem Mensaschmaus. Dabei wird den meisten egal sein, dass Döner Kebap übersetzt soviel wie „sich drehendes Grillfleisch“ bedeutet. Für viele ist der Geschmack das wichtigste, manchmal auch der Preis oder natürlich die Balance aus beidem.</p>
<p>Aber ein paar Fakten zu kennen kann ja nie schaden. So ist unter der „Berliner Verkehrsauffassung“ 1989 festgelegt worden, dass ein Döner Kebap zu maximal 60 % aus Hackfleisch bestehen darf und der Rest aus reinem Scheibenfleisch von Rind, Kalb oder Lamm stammen muss. Der Fettgehalt ist dabei auf 20 % begrenzt. Es soll aber sogar vorgekommen sein, dass die Dönervekäufer ihre eigenen Landsleute betrügen und teilweise Schweinefleisch verwendet haben, was strikt gegen den Glauben der Moslems ist. Andererseits sind viele Dönerladenbesitzer gar keine Türken bzw. Moslems. Weiterhin dürfen dem Spieß nur Gewürze, Zwiebeln, Öl, Milch und Joghurt beigefügt sein. Alles andere ist untersagt. Produkte, die sich nicht an diese Regeln halten, dürfen nicht Döner Kebap heißen, sondern müssen mit „nach Döner Kebap Art“ benannt sein. Man kennt das aus der Mensa: „nach Hausfrauen Art“, „nach Wiener Art“, „nach leckerer Art“. Dass das vielen Betreibern von Dönerläden egal ist, kann man sich denken. Manche wissen es vielleicht auch einfach nicht. Solche Auszeichnungen findet man sehr selten, obwohl man reine Hackfleischspieße des Öfteren antrifft.</p>
<p>Nicht erwähnt blieb bisher, dass es mittlerweile als „gesunde Variante“ noch den Hähnchen-Döner gibt. Mit ca. 600–700 Kalorien, etwas mehr als eine durchschnittliche Mahlzeit, ist Döner unter den Fast Foods eine der gesünderen Varianten. Durch Salat, Kohlenhydrate (Brot), Eiweiß und Fette (Fleisch und Sauce) ist er ein ausgewogenes Lebensmittel. Zudem ist es auch eines der beliebtesten Snacks für Zwischendurch. So erwirtschaftete die Dönerindustrie im Jahre 2008 ungefähr den gleichen Umsatz wie McDonalds.</p>
<p>Aber nochmal zur Zusammenstellung. Schon beim Fleisch scheiden sich Geister und Geschmäcker. Ebenso ist es bei den restlichen Zutaten. Beim Brot gibt es zwei große Kategorien: Knusprig dünn oder leicht und fluffig. Selbst gebacken ist es heutzutage leider nur noch selten, sondern meist Massenware oder sogar zerteilte Fladenbrote. Die Auswahl an Salaten beschränkt sich meist auf Rot- und Weißkraut sowie Bauernsalat. Und welche Sauce soll es sein? Mit scharf oder ohne? Cocktail, vielleicht sogar Curry? Hab ich morgen was wichtiges vor oder kann ich mir Zwiebeln und Tzaziki gönnen? Tzaziki? Das wird man wohl kaum kriegen im Dönerladen. Zwar bestellt man es und die Dönermänner benennen es sogar selber so, aber Tzaziki ist griechisch. Geht man davon aus, dass der Laden wirklich nicht von nem Türken/Türkischstämmigen geführt wird, so kann es tatsächlich auch mal wirklich Tzaziki sein. Aber die Türken haben ihre eigene Variante namens Cacık. Macht aber trotzdem Mundgeruch. Obwohl das manchmal auch schon das Fleisch alleine schafft, falls Knoblauch dabei ist. Was in einen Döner gehört, ist also Glaubensfrage und persönlicher Geschmack zugleich. Es soll auch Leute geben die schwören auf Ananas und Röstzwiebeln als Füllung. In Bremen habe ich mal einen Laden entdeckt, der verschiedenste Variationen wie Hot-Dog-Style, Hawaii-Döner oder auch eine mexikanisch angehauchte Version mit Kidney-Bohnen anbot.</p>
<p>Mein Vergleichstest ist daher sehr subjektiv und gilt sicher nicht für jeden als Richtlinie. Den Preis, Sauberkeit und das Ambiente kann man in dem Test aber ebenso erahnen wie die Frische der Produkte. Zudem sind die Zustände, Preise und Ladenbesitzer von Dönerläden rasanten Veränderungen unterlegen, so dass die Ergebnisse vielleicht schon wieder veraltet sind. Immerhin wurden die Läden über mehrere Wochen hinweg besucht, denn mit Döner ist es wie mit allem anderen: Wenn man es zu oft isst, wird es öde.</p>

<table id="tablepress-1" class="tablepress tablepress-id-1">
<thead>
<tr class="row-1 odd">
	<th class="column-1"><div>Dönerladen</div></th><th class="column-2"><div>Adresse</div></th><th class="column-3"><div>Preis</div></th><th class="column-4"><div>Bonussystem</div></th><th class="column-5"><div>Saucen</div></th><th class="column-6"><div>Saucenbewertung</div></th><th class="column-7"><div>Fleischbewertung</div></th><th class="column-8"><div>Brotbewertung</div></th><th class="column-9"><div>Salatbewertung</div></th><th class="column-10"><div>Ambiente</div></th><th class="column-11"><div>Bemerkung</div></th>
</tr>
</thead>
<tbody class="row-hover">
<tr class="row-2 even">
	<td class="column-1">Berlin Döner</td><td class="column-2">Mühlenstraße 53</td><td class="column-3">3,- €</td><td class="column-4">Ja</td><td class="column-5">Cocktail, Cacık, Pul Biber</td><td class="column-6">****</td><td class="column-7">***</td><td class="column-8">****</td><td class="column-9">*****</td><td class="column-10">sauber und modern, türkisches Fernsehen, Sitzplätze innen und außen</td><td class="column-11">frischer Salat</td>
</tr>
<tr class="row-3 odd">
	<td class="column-1">Sultan Palast</td><td class="column-2">Mühlenstraße 64</td><td class="column-3">3,30 €</td><td class="column-4">Ja</td><td class="column-5">Cocktail, Cacık, Scharf</td><td class="column-6">****</td><td class="column-7">****</td><td class="column-8">***</td><td class="column-9">****</td><td class="column-10">türkisches Fernsehen, Sitzplätze innen und außen</td><td class="column-11">Fleisch wurde aus Box genommen in die Fleisch vom Spieß nachgefüllt wurde</td>
</tr>
<tr class="row-4 even">
	<td class="column-1">Ay Grill Imbiss</td><td class="column-2">Mönkhofer Weg 44</td><td class="column-3">3,30 €</td><td class="column-4">Ja</td><td class="column-5">Cocktail, Cacık, Pul Biber, Scharf</td><td class="column-6">*****</td><td class="column-7">****</td><td class="column-8">****</td><td class="column-9">****</td><td class="column-10">Sitzplätze innen, sauber</td><td class="column-11"></td>
</tr>
<tr class="row-5 odd">
	<td class="column-1">A La Turca</td><td class="column-2">Breite Straße 23</td><td class="column-3">3,50 €</td><td class="column-4">nein</td><td class="column-5">waren versteckt</td><td class="column-6">*</td><td class="column-7">**</td><td class="column-8">**</td><td class="column-9">**</td><td class="column-10">Sitzplätze innen und außen</td><td class="column-11">Es gab nur „Jumbo Döner“, aber der war genauso groß wie ein normaler</td>
</tr>
<tr class="row-6 even">
	<td class="column-1">Mr. Kebap King</td><td class="column-2">Fackenburger Allee</td><td class="column-3">3,50 €</td><td class="column-4">nein</td><td class="column-5">Cocktail, Cacık, Pul Biber, Scharf</td><td class="column-6">****</td><td class="column-7">****</td><td class="column-8">***</td><td class="column-9">***</td><td class="column-10">Sitzplätze innen</td><td class="column-11"></td>
</tr>
<tr class="row-7 odd">
	<td class="column-1">Aladin</td><td class="column-2">Mühlenstrasse</td><td class="column-3">3,- €</td><td class="column-4">nein</td><td class="column-5">Cocktail, Cacık, Pul Biber, Scharf</td><td class="column-6">***</td><td class="column-7">**</td><td class="column-8">*</td><td class="column-9">**</td><td class="column-10">sauber, Sitzplätze innen und außen</td><td class="column-11">Döner mit Fleisch in der Mikrowelle und einem Ofen erwärmt, Salat war trocken, Brot außen knusprig und sonst pappig</td>
</tr>
</tbody>
</table>

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